Mitglieder
Inhalt
Diese Seite soll dem Kontakt zu den Mitgliedern der Bezirksgruppe Trier dienen.Liste der Mitglieder
Die Bezirksgruppe Trier setzt sich aus insgesamt 110 Mitgliedern zusammen (Stand 01.01.2011).
Nachrufe
| Nachruf für Heinrich Wagner | ||
|
||
| ... ein stilles Vorbild für beständiges und ruhiges Arbeiten, sehr zurückhaltend, nicht angeberisch und prahlend, sondern auskunftsfreudig und motivierend ... | ||
|
"Grüß mir alle Anderen", mit diesem Auftrag verabschiedete mich "Heiner" Wagner als ich ihn im Krankenhaus besuchte,
das für ihn zum Sterbelager werden sollte. Am 6. August 2007 starb er in Trier, kaum 79 Jahre alt.
Familienforscher und Nutzer des Bistumsarchivs in Trier verlieren in ihm einen langen Wegbegleiter und Freund. Geboren wurde er am 27. Sept. 1928 in Trier, seiner Vaterstadt, mit der ihn zeitlebens eine besondere Liebe verband. In jungen Jahren wollte er Schuhmacher werden, aber im Alter von 15 Jahren rief ihn das Vaterland "zu den Fahnen". Danach ließ sich der Berufswunsch nicht mehr verwirklichen und so verdiente er sein Brot bei der französischen Besatzung oder beim Straßenbauamt der Stadt Trier. Viele Jahre wohnte er in Trier-West mit Ehefrau und drei Kindern. Ein Rückenleiden machte seinem Berufsleben, da war er kaum 50 Jahre alt, ein Ende. Nun wurde der Trierer Markusberg täglich mehrfach zu seinem Wanderziel. Ein neues Ziel stellte er sich mit der Erforschung der Familie Gnad - der Familie seiner Ehefrau. Bald danach begann eine intensive und ständige Arbeit im Trierer Bistumsarchiv. Mit dem Familienbuch Trier-Filsch wurde im Jahr 1984 eine erste Kirchenbuchbearbeitung vorgelegt, der eine ganze Reihe von Familienbüchern folgte. 34 Pfarreien des Bistums Trier hatte er bearbeitet, als er im Oktober 1998 die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz entgegen nehmen konnte. Eine Aufstellung (siehe Anlage) des Bistumsarchivs Trier nennt 41 Bearbeitungen bis zum Jahre 2006. Schwerpunkte seiner Arbeiten sind Pfarreien der Stadt Trier und des Trierer Umlandes und daneben vorrangig die Deutsch-Luxemburgische Grenzregion, für die er zahlreiche Bearbeitungen vorgenommen hat. Seine Arbeit fand vielfache Anerkennung aus Luxemburg, als die Gebrüder Kayser zahlreiche Moselgemeinden Luxemburgs neu erstellten. Seine Bücher lassen Patenangaben und Trauzeugen vermissen und auch die Hinweise in den Kirchenbüchern, die Familienforschung so interessant gestalten können. Sein Verdienst liegt in der fleißigen und exakten Zusammenstellung von Geburts-, Heirats- und Sterbedaten zum Familienbuch und dem zuverlässigen Verweis auf die originale Quelle. Seine Auswertung von Standesamtsunterlagen für die Stadt Trier bleibt unvollständig - ein Auftrag für zukünftige Forscher? Die Karteikarte war viele Jahrzehnte sein bevorzugtes Arbeitsmittel und die PC-Welt ließ sich nur schwer von ihm erobern, aber letztlich nutzte er die Möglichkeiten der modernen Technik um seine eigenen Bücher zu überarbeiten. De mortuis nihil nisi bene - über diesen Toten nur Gutes zu sagen fällt leicht, weil wir dankbar und voller Hochachtung seine Arbeiten nutzen und verwenden dürfen. Trier, im September 2007 Karl Oehms |
||
| Nachruf für Rudolf Maximilian Gall | ||
|
||
|
Am 12. Oktober 2010 verstarb im Alter von 83 Jahren Rudolf Maximilian Gall.
1927 in Bous im Saarland geboren, lebte er seit 1941 in Trier, der Stadt, der sein Interesse und seine besonderes Liebe galt.
Zwischen 1950 und 1963 trug er als freischaffender Journalist mit Publikationen zu Heimat, Lokales, Historisches oder Kultur der Stadt bei.
Von seinem Forscherdrang zeugen zahlreiche weitere Aufsätze in den verschiedenen Trierer Jahrbüchern oder in genealogischen Fachzeitschriften.
Zwischen 1979 und 1987 trug er mit vier Veröffentlichungen zur Erforschung der Vororte, von Bürgern, Schiffer- und Fischerfamilien "im Krahnen,
St. Barbara, Zurlauben und St. Matthias/St. Medard" bei.
Sein berufliches Leben wurde bestimmt durch die höhere Beamtenlaufbahn bei der Stadt Trier; der Beseitigung von 3.500 Notquartieren oder dem Neubau von 12.000 Wohnungen. Zuletzt wirkte er seit 1984 als Verwaltungsdirektor des Stadttheaters. Eng verbunden damit sind verschiedene Ehrenämter, z. B. für das Studentenwohnheim e.V., als Richter am Verwaltungsgericht, als Schöffe oder in der Gewerkschaft des Beamtenbundes. Sein Schaffen erfuhr zahlreiche Ehrungen, wie z. B. die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz, oder den Franz-Weissebach-Preis für beispielhafte Erhaltung und Förderung heimatlichen Brauchtums. Seine kulturellen, historischen oder heimatkundlichen Arbeiten führten zielgerichtet zur Genealogie. Zwischen 1976 und 2002 war er der Leiter der Trierer Bezirksgruppe in der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde. Auch hier blieb die Stadt Trier in seinem Schaffen der zentrale Mittelpunkt. Die Erforschung von mehr als 500 Stammtafeln verschiedenster Familien des Altbistums Trier gibt ein beredtes Beispiel von dem breiten Spektrum seiner Arbeit. Als Ehrenmitglied der WGfF legte er die Aufgaben schließlich in jüngere Hände. Beinahe 70 Jahre eines Lebens für Trier - die Stadt, in der Gall auch sein persönliches Glück fand. Wir verneigen uns in stiller Dankbarkeit. Trier, im Oktober 2010 Karl Oehms |
Forschungsschwerpunkte
Blasius, Rolf
Ahnenforschung, Migrationsforschung (Auswanderer) und Regionalgeschichte (Heimatkunde).Familiennamen/Ahnenspitzen:
Erstellung einer Datenbank (z.Zt. ca 19.000 Personen) über Auswanderer aus dem ehemaligen Gebiet des Regierungsbezirks Trier (Ausdehnung bis 1918). Sie beinhaltet auch Notarsakten aus dem Gebiet um Neumagen-Dhron. Die Personendaten stammen fast ausschliesslich aus dem Gebiet zwischen Hocheifel, Luxemburg, Hunsrück und dem Saarland (inkl. Neunkirchen und Saarbrücken) vor 1900.
Pressemitteilungen
Auf der nächsten Seite sind viele Artikel abrufbar, die über Mitglieder der Bezirksgruppe Trier in den letzten Jahren in der lokalen Presse erschienen sind. Dabei handelt es sich z.B. um Berichte anläßlich der Veröffentlichung eines Ortsfamilienbuches oder ganz allgemein über den Familienforscher und seine aktuelle Arbeit.
Diese Web-Seiten wurden zuletzt geändert am 07.10.2011
©WGfF - Bezirksgruppe Trier, 2002/2011