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Veranstaltungen / Calendar of Events

Die zentralen Veranstaltungen in Stuttgart, die unten angekündigt sind, finden gewöhnlich in der Geschäftsstelle des Vereins statt: Gaisburgstraße 4a, Hinterhaus (Nähe Charlottenplatz, Haltestelle Olgaeck, U5, U6, U7, U15, Bus 43). Termin ist in der Regel der erste Freitag eines Monats um 18.00 Uhr, d.h. nach Schließung der ab 15.00 Uhr geöffneten Bibliothek. Die Veranstaltungen sind beitragsfrei, es sei denn, dass ausdrücklich ein Beitrag genannt wird. Gäste sind herzlich willkommen.

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[Neu] 2011


Samstag, 29. Januar 2011, 14 Uhr
88. Jahresversammlung (Mitgliederversammlung)
im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 4, Nähe Charlottenplatz

Tagesordnung:
1. Jahresbericht für das Jahr 2010
2. Bericht des Rechners und Rechnungsprüfungsbericht 2010
3. Entlastung der Vorsitzenden
4. Wahl der Vorstandsmitglieder
5. Wahl der Beiratsmitglieder
6. Förderung von Ortssippenbüchern/Ortsfamilienbüchern
7. Anträge
8. Verschiedenes

Anträge gemäß Paragraph 12 der Satzung sind bis spätestens 14. Januar 2011 bei der Vorsitzenden über die Geschäftsstelle einzureichen.

Ab 13 Uhr ist im Hauptstaatsarchiv die Ausstellung "Willy Pragher - Rumänische Bildräume 1924 - 1944" geöffnet.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung hält um 15:15 Uhr unser langjähriges Mitglied Prof. Dr. Burkhart Oertel, Neubiberg, einen Vortrag über: "Vom Ortssippenbuch zur Gesamtdatei Württemberg". Zu diesem Vortrag sind Gäste herzlich willkommen.

Herr Prof. Dr. Oertel beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Ortssippenbüchern bzw. Ortsfamilienbüchern. Das Thema wurde ihm sozusagen in die Wiege gelegt, denn sein Vater Egaon Oertel aus Öhringen hat ihm eine aus seinen jahrelangen genealogischen Forschungen resultierende riesige Kartei hinterlassen. Aus dieser konnte der Sohn schöpfen und u.a. zahlreiche Ortssippenbücher erstellen. Der Referent wird uns in seinem Vortrag seine Arbeitsweise und seine Erfahrungen vorstellen und einen Überblick über die in der Bundesrepublik bestehenden Projekte geben. Sein Augenmerk liegt besonders auf der Frage der Qualitätssicherung, damit ein Ortssippenbuch sinnvoll in die von Oertel angestrebte Gesamtdatei eingebunden werden kann. Wie seine Vision einer umfassenden Erfassung aller Personen in einem abgegrenzten Raum, die in historischen Quellen verzeichnet sind, aussehen könnte und vielleicht auch realisiert werden könnte, wird uns der Referent in seinem Beitrag vorstellen.

04. Februar 2011, 18 Uhr: Prof. Dr. Günther Schweizer:
"Gustav Schwab, Gomaringen und New York"
Der populäre Dichter Gustav Schwab (1792-1850) zog sich 1837 von Stuttgart, wo er Professor am Gymnasium gewesen war und inmitten des kulturellen Lebens gestanden hatte, nach Gomaringen zurück, um dort vier Jahre lang als Landpfarrer zu wirken. Prof. Schweizer schildert in seinem Vortrag das Alltagsleben der Familie Schwab im für sie ungewohnten Milieu eines schwäbischen Dorfes. Sodann widmet er sich dem Sohn Gustav Schwab junior (1822-1888); dieser ging von Gomaringen nach Bremen, um in einem Handelskontor einzutreten, und wanderte 1844 nach New York aus, wo er ein erfolgreicher Kaufmann wurde und die deutschstämmige Eliza von Post heiratete. Schwab senior nahm an dem Schicksal seines Sohnes großen Anteil und schrieb einen - an entlegener Stelle publizierten und deshalb kaum bekannten - Aufsatz über bedeutende deutschstämmige Familien in Amerika. Der Enkel Gustav H. Schwab (1851-1912) war Präsident des Deutschen Vereins in New York.

04. März 2011, 18 Uhr: Werner Schmidt:
"Das Seelenregister von Eberdingen"
Neben den Ehe-, Tauf- und Totenbüchern haben sich in vielen evangelischen Gemeinden Altwürttembergs Seelenregister erhalten, die als Vorläufer der ab 1808 vorschriftsmäßig angelegten Familienregister anzusehen sind. Das ab 1746 geführte Seelenregister von Eberdingen, Kreis Ludwigsburg, ist insofern außergewöhnlich, weil es neben den aus den Kirchenbüchern stammenden Daten auch viele persönliche Angaben enthält: zur Schulbildung, zum Berufsweg oder auch zu besonderen Krankheiten einzelner Familienmitglieder. Herr Schmidt, der das Eberdinger Seelenregister für die Veröffentlichung bearbeitet, wird (wahrscheinlich) bereits auch das Buch vorstellen können.

01. April 2011, 18 Uhr: Friedrich R. Wollmershäuser:
"Wenig bekannte Quellen zur genealogischen Forschung in Baden-Württemberg"
Wenn sich ein toter Punkt mit den bekannten Werkzeugen nicht überwinden lässt, dann kommen bohrende Fragen auf, ob denn vielleicht doch noch irgendwo, an ganz versteckter Stelle, ein Eintrag verborgen sein könnte... In seinem Vortrag stellt Herr Wollmershäuser, der Genealoge von Beruf ist, Quellen vor, die (fast) niemand kennt, die nirgends zitiert werden, die schwer zu finden sind, die gleichsam nach einer Edition schreien wie die Brote im Backofen von Frau Holle und die helfen können, die eine oder andere Ahnenlinie weiter zurückzuverfolgen oder Einzelheiten zum Leben der Vorfahren zu ermitteln. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten - wenn es Sie interessiert, dann kommen Sie bitte zum Vortrag.

Samstag, 7. Mai 2011, 14 Uhr - Ausflug
Besichtigung des Städtischen Lapidariums in Stuttgart, Mörikestraße 24 (Nähe Marienplatz)
In den Weinbergen am Südhang der Karlshöhe ließ sich der Industrielle Karl v. Ostertag-Siegle (1860-1924) im Jahr 1886 eine Villa erbauen und dazu einen Park anlegen, der später in den Besitz der Stadt Stuttgart überging. Auf Anregung des Stadthistorikers Gustav Wais (1883-1961) brachte die Stadt die Überbleibsel einiger architektonisch oder historisch interessanter Gebäude, die im 2. Weltkrieg zerstört worden waren, in den Park, und ergänzte die Ausgrabungsfunde und Kunstwerke, die Ostertag-Siegle in Italien und anderen südlichen Ländern erworben hatte, um Skulpturen bedeutender Künstler des 19. Jahrhunderts. So entstand in den 50er Jahren das Lapidarium, das Kunst, Natur und Geschichte in sich vereinigt - unter freiem Himmel in einer stimmungsvollen Atmosphäre.
Führung durch Dr. Wolfgang Caesar, Gebühr 3,- Euro

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2010


30. Januar 2010, 14:00 Uhr:
87. Jahresversammlung/Mitgliederversammlung
Ort: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str.4 (Nähe Charlottenplatz)

Tagesordnung:
1. Jahresbericht für das Jahr 2009
2. Bericht des Rechners und Rechnungsprüfungsbericht 2009
3. Entlastung der Vorsitzenden
4. Anträge
5. Verschiedenes

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung spricht um 15:15 Uhr unser Mitglied Prof. Dr. Immo Eberl, Ellwangen, über "Die Grafen und Herren v. Neipperg in Schwaigern. Beispiele zur Adelsgenealogie und Wappenkunde in Mittelalter und Neuzeit." Der Referent spannt einen Bogen von 1241 bis zur Gegenwart und schildert, wie aus Gutsbesitzern und Rittern, die im Dienst der Fürsten von Baden, Kurpfalz und Württemberg standen, Freiherren und Grafen wurden, die sich sogar mit dem Kaiserhaus Habsburg ehelich verbanden.

5. Februar 2010, 18.00 Uhr: Prof. Dr. Günther Schweizer:
Die elf Mühlen und ihre Müller im Reichenbachtal (Siebenmühlental)
Im Reichenbachtal, zwischen Schönbuch und Fildern gelegen, gibt es nicht ein einziges Dorf, aber elf Mühlen. Schon 1383 wird im Forstlagerbuch "des Moren milin" genannt, später und bis heute als Obere Mühle bezeichnet. Die Mäulesmühle mit dem Mühlenmuseum und ihrer "Komedescheuer" ist durch die Serie "Hannes und der Bürgermeister" fernsehberühmt, andere Mühlen sind durch ihre Gastwirtschaften weithin bekannt. Gemahlen wird in keiner der elf Mühlen mehr. Der Referent geht auf die sehr wechselvolle Geschichte der Mühlen, auf die oft weit zurückreichende Genealogie der Müllerfamlien und deren Verflechtungen ein, darunter auf die adlige Herkunft der bürgerlich gewordenen Familie von Au oder auf die Familie Wolf, die über zehn Generationen hinweg Müller im Reichenbachtal stellte.

5. März 2010, 18.00 Uhr:
Genealogischer Abend.
Mitglieder stellen ihre Projekte vor und suchen gemeinsam nach Lösungen von Problemen. Wer selbst etwas vortragen oder ein bestimmtes Thema erörtern möchte, möge sich zuvor bei der Geschäftsstelle melden. Bringen Sie auch genealogische und heimatkundliche Bücher mit, die Sie nicht mehr brauchen.

7. Mai 2010, 18.00 Uhr: Dr. Karin de la Roi-Frey:
Vom Wohnzimmer zum Hörsaal - höhere Mädchenschulen in Württemberg bis 1900
Vor 1800 gingen Mädchen in Württemberg ausschließlich in die Volksschule oder erhielten Privatunterricht im Elternhaus. Erst danach entstanden verschiedene Privatinstitute zur Erziehung und Bildung von Mädchen, wie das Königin-Katharina-Stift in Stuttgart (1818), die höhere Mädchenschule in Ulm (1819) oder das Töchterinstitut der ev. Brüdergemeinde Korntal (1821). Der Staat stand diesen Bestrebungen völlig teilnahmslos gegenüber; er gab weder Anregungen zur Gründung höherer Mädchenschulen, noch förderte er sie finanziell. Das pädagogische Konzept der Schulen bestand darin, die Mädchen auf ihre Rolle als Ehefrauen vorzubereiten. Erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts näherten sich die höheren Mädchenschulen in ihren Bildungszielen den Gymnasien an, nun sollten sich die Schülerinnen auch für ein Universitätsstudium qualifizieren.

Vereinsausflug am Samstag, 26. Juni 2010, 11.00 Uhr nach Ulm
Individuelle Anreise, Treffpunkt in der Haupthalle des Ulmer Hauptbahnhofes.
Die Organisation vor Ort liegt in den Händen von Herrn Ulrich Binder und anderen Aktiven des jungen Genealogischen Arbeitskreises in Ulm. Das detaillierte Programm sowie mögliche Abfahrtszeiten per Bahn finden Sie im Rundbrief Nr. 10.
Kostenbeitrag: 8,00 Euro
Ihre Anmeldung richten Sie bitte an die Geschäftsstelle des Vereins.

21. August 2010, 15 Uhr: Dr. Wolfgang Caesar
Gemeinsamer Spaziergang über den Stuttgarter Pragfriedhof
Treffpunkt: Haupteingang an der Friedhofstraße (Haltestelle Pragfriedhof, Stadtbahn U15)
Dr. Caesar zeigt Ihnen etwa 20 Gräber mehr oder weniger bedeutender Persönlichkeiten. Darunter ist auch die Grabstätte unseres am 28. Dezember 2006 gestorbenen Mitglieds Hanns-Wolfgang Kress, den viele von Ihnen kannten, zumindest von seinen Publikationen. Weitere Informationen im Rundbrief 10 auf Seite 9.

05. November 2010, 18 Uhr: Dr. Wolfgang Weisser
Bäuerliche Aristokraten im 16. Jahrhundert am Beispiel der Familie Lempp in Steinheim an der Murr
Bereits im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts tauchten Angehörige der Familie Lempp in zahlreichen Gemeinden von Marbach bis Backnang als wohlhabende Neubürger auf und erlangten nicht selten das Schultheißenamt. Was waren die Hintergründe für diese "Expansion" und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg? Die Antwort wird der Referent in seinem Vortrag geben.

03. Dezember 2010, 18 Uhr:
Genealogischer Abend mit Kurzreferaten und spontanen Mitteilungen
Herr Belthle berichtet Neues über Scharfrichter, Dr. Caesar wird kurz über die Berufslaufbahn unseres 1973 gestorbenen Mitglieds Richard Haidlen berichten. Haidlen war seit 1920 im Auswärtigen Amt tätig, dessen Verstrickung in nationalsozialistische Verbrechen kürzlich von einer Historikerkommission dargelegt worden ist. Haidlen wurde Ende 1944 in den Wartestand versetzt, was ein Indiz dafür sein kann, dass er sich politisch unbeliebt gemacht hatte.

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2009


31. Januar 2009, 14:00 Uhr (86. Jahresversammlung/Mitgliederversammlung)
Ort: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str.4 (Nähe Charlottenplatz)
Tagesordnung:
1. Jahresbericht für das Jahr 2008
2. Bericht des Rechners und Rechnungsprüfungsbericht 2008
3. Entlastung der Vorsitzenden
4. Wahl des Gesamtvorstandes
5. Wahl der Beiratsmitglieder
6. Erhöhung des Mitgliedsbeitrags
7. Anträge
8. Verschiedenes
Anträge gemäß Paragraph 12 der Satzung sind bis spätestens 16. Januar 2009 bei der Vorsitzenden über die Geschäftsstelle einzureichen.
Ab 13:00 Uhr ist im Hauptstaatsarchiv die Ausstellung "Eine Königin vom Scheitel bis zur Zehe: Olga - Königin von Württemberg (1822-1892)" geöffnet.
Vortrag:
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung hält um 15:15 Uhr Frau Privatdozentin Dr. Margrit Schulte Beerbühl, Universität Düsseldorf, einen Vortrag über "Ein Land der Freiheit und der Millionäre" - württembergische Migration nach Großbritannien im 18. und 19. Jahrhundert. Zu diesem Vortrag sind Gäste herzlich willkommen.

02. Februar 2009, 19 Uhr: Peter Huber: Der Nationalökonom Johannes Mährlen (1803-1871) und seine Familie
Johannes Mährlen war Journalist, Professor, Wirtschaftsfachmann - ein vielseitiger Mensch, der in seinem recht wechselhaften Lebenslauf von einem großen Freundes- und Verwandtenkreis umgeben war. Neben diesem Kreis an Personen behandelt der Vortrag die einzelnen Stationen seines Lebensweges und die vielen Verdienste, die er im württembergischen Raum sammelte.

02. März 2009, 19 Uhr: Dr. Julian Kümmerle: Bildung und Verwandschaft - Gelehrtenfamilien in der Frühen Neuzeit
Im Zuge der Reformation und der anschließenden Konfessionalisierung entstanden sogenannte Gelehrtenfamilien, die die Stellen im höheren Bildungswesen besetzten und gleichsam an ihre Nachkommen und weiteren Verwandten vererbten. Der Vortragende zeigt dies am Beispiel mehrerer württembergischer Familien und zwar sowohl innerhalb einer Generation als auch generationsübergreifend.

06. April 2009, 19 Uhr: Ulrich Binder: Pfarrer in Ulm und um Ulm herum
Der Vortragende wird demnächst das Ulmische Pfarrerbuch fertigstellen. Dessen Bearbeitungszeitraum reicht von 1531 bis zur Gegenwart, sein Bearbeitungsgebiet umfasst die Reichsstadt Ulm mit ihrem großen, bis ins Remstal reichenden Landgebiet (bis 1802/1810), einzelne umliegende ritterschaftliche Orte und die Dekanate Geislingen, Ulm und Neu-Ulm (1810-2008).

04. Mai 2009, 19 Uhr: Dr. Wolfgang Caesar: Württembergische Soldaten und Invaliden der Kriege von 1793 bis 1815
Mehrere Soldaten haben ihre Erlebnisse in den Napoleonischen und Befreiungskriegen für sich selbst oder für ihre Verwandten aufgezeichnet. Diese persönlichen Schriftstücke sollten ausschließlich der eigenen Erinnerung und dem Andenken im Familienkreis dienen, dennoch wurden sie ab etwa 1850 größtenteils publiziert. Sie geben einen ungeschminkten, ungefilterten Eindruck vom leidvollen Alltag der Soldaten - insbesondere während des Russlandfeldzugs - und ergänzen so die amtlichen Darstellungen der Kriegsereignisse, die auf den Ruhm der Armee abzielten. Der einzige Lichtblick in diesem dunklen Kapitel ist die Fürsorge für die Invaliden nach dem Ende der Kriege.

Vereinsausflug am Samstag, 27. Juni 2009
Der diesjährige Ausflug führt uns nach Tübingen.
Prof. Dr. Günther Schweizer, der Leiter des dortigen Arbeitskreises, hat für uns ein interessantes und anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Wie im vergangenen Jahr bitten wir Sie, Ihre Anreise selbst zu organisieren.

Wir treffen uns um 10.30 Uhr am Uhland-Denkmal (zwischen Bahnhof und Neckarbrücke). Dr. Christoph Weismann und Prof. Dr. Günther Schweizer werden uns durch die Stadt führen: Uhland-Denkmal, Platanen-Allee, Neckarfront, Neckarbrücke, Hölderlinturm, Bursagasse, Stift, Münzgasse, Martinianum, Stiftskirche, Marktplatz, Haaggasse (Regina), Fruchtkasten, Kelter.
Um 13.00 Uhr treffen wir uns zum Mittagessen im Restaurant "Die Kelter".
Gegen 14.30 Uhr werden wir durch die Unterstadt zum Stadtmuseum im Kornhaus gehen, wo wir eine Führung zur Stadtgeschichte erhalten ("stadthistorischer Spaziergang", ca. 1 Stunde).
Danach endet das Programm. Es bleibt Ihnen überlassen, gleich heimzufahren oder noch in einem Cafe einzukehren. Wer noch Kräfte hat, kann in eigener Regie weiter die Stadt erkunden, z.B. Schloss, Schlossmuseum, Bebenhausen, moderne Stadtentwicklung im Loretto- oder Französischen Viertel.

Gebühr: 6,- Euro.
Anreise mit der Bahn: Stuttgart ab 9.22 Uhr, Plochingen 9.43 Uhr, Reutlingen 10.11 Uhr, Tübingen an 10.23 Uhr.
Teilnehmer, die gemeinsam aus Stuttgart mit dem Zug anreisen wollen, treffen sich bis spätestens 9.15 Uhr im Hauptbahnhof vor Gleis 2 (bitte in der Geschäftsstelle anmelden).
Autofahrer parken am besten im Neckar-Parkhaus (Nähe Treffpunkt, Beginn der Führung) oder Parkhaus König (Nähe Ende der Führung).
Bitte melden Sie sich bei der Geschäftsstelle, wenn Sie freie Plätze in einer Fahrgemeinschaft anbieten können oder eine Mitfahrgelegenheit suchen.
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2008


26. Januar 2008( 85. Jahresversammlung) Dr. Wolfgang Caesar, Stuttgart: Mumie, eine Arzenei früherer Jahrhunderte - auch in Württemberg.
Das Thema des Vortrags stht im Zusammenhang mit der aktuellen Sonderausstellung des Landesmuseum Ägyptische Mumien.
Mumien waren früher Rohstoff für die Herstellung verschiedener Arzneimittel zur äußerlichen und innerlichen Anwendung. Aspekte der Magie spielten dabei keine oder höchstens eine untergeordnete Rolle, vielmehr führte man die angebliche Heilkraft auf die Einbalsamierungsmasse zurück. Zeitgenössische Theologen billigten die Verwendung ägyptischer Leichname mit ähnlichen Argumenten, mit denen ihre heutigen Kollegen die Entnahme von Organgen aus Unfallopfern zwecks Transplantation gutheißen. Um 1800 änderten sich die medizinischen Ansichten über die Mumie. Danach kam manches Mumienstück aus der Apotheke ins Museum.

04. Februar 2008 Eberhard Schauer: Herzog Carl Eugen - Vater von 300 Kindern?
Das Carl Eugen 300 uneheliche Kinder gezeugt hat, wie Stadt- und Museumführer behaupten, ist völlig unglaubwürdig. Wie viele Kinder waren es wirklich? Und was ist aus ihnen und ihren Müttern geworden? Herr Schauer geht auch auf Fälle ein, in denen die Vaterschaft umstritten ist.

03. März2008 Prof. Dr. Günther Schweizer: Johannes Osiander (1657-1724), Held, Diplomat und Konsistorialdirektor, und seine Familie
Osiander war Theologe und lehre als Professor an der Universität Tübingen, er war aber auch Oberkriegskommissar und hat seine Stadt 1693 als Kommandant gegen die französischen Truppen verteidigt (DGB 170, S. 357). Sein Sohn Johann Rudolph hat die "Gens Osiandrina" verfasst.

07. April 2008 Peter Lange: Die schwäbischen Templer - woher kamen sie und welche Spuren haben sie im Heiligen Land hinterlassen?
Ab 1868 wanderten religiös motivierte Menschen aus Württemberg nach Palästina aus und nannten sich Templer. Herr Lange ist dort als Siedler in der 3. Generation geboren. Er berichtet über die näheren Umstände der Auswanderung, über das Leben im Gastland und die erhalten gebliebenen baulichen Zeugen.

05. Mai 2008: Karl-Heinz Fischötter: Württemberger in Schlesien
Das Haus Württemberg war fast drei Jahrhunderte lang, von 1648 bis 1945, in Schlesien begütert. Der Besitz lag weit verstreut u.a. in Hohlstein, Löwenberg, Liegnitz, Breslau, Üls, Juliusburg und Bad Carlsruhe. Der erste württembergische Graf überhaupt, Graf Ulrich I. (mit dem Daumen), war in zweiter Ehe mit Herzogin Agnes von Schlesien-Liegnitz (um 1243-1265) verheiratet (Epitaph in der Stuttgarter Stiftskirche). Neben dem Haus Württemberg waren auch das Haus Hohenlohe und die schwäbischen Hohenzollern Großgrundbesitzer in Schlesien - allein Hohenlohe besaß etwa 400 Quadratkilometer Land. Zudem investierten die Häuser Württemberg, Hohenlohe und Hohenzollern in den Bergbau und die Montanindustrie Oberschlesiens. Es bestand auch eine Wesensverwandtschaft zwischen den Stämmen der Württemberger und der Schlesier, wie ihre Aufgeschlossenheit für den Pietismus zeigt.

Vereinsausflug am Samstag, dem 31. Mai
Unser Ziel ist die Schillerstadt Marbach am Neckar. Das Programm beginnt im Deutschen Literaturarchiv an der Schillerhöhe mit einer etwa einstündigen Führung. Herr Dr. Helmuth Mojem wird uns in der Bibliothek einige Schätze aus dem Magazin zeigen und erklären. Danach besteht Gelegenheit, im Literaturmuseum der Moderne einen Blick in die Ausstellung "Das geheime Deutschland - Eine Ausgrabung" über Stefan George und seinen Kreis zu werfen (extra Eintritt, keine Führung). Nach dem Mittagessen - nach Belieben gemeinsam in einem Restaurant - wird uns Herr Albrecht Gühring, Leiter des Stadtarchivs Marbach und Verfasser einer dickleibigen Stadtgeschichte, durch die Marbacher Altstadt und die gotische Alexanderkirche führen, die den Stadtbrand von 1693 fast unversehrt überstanden hat und zahlreiche Grabdenkmale und Epitaphien enthält.

06. Oktober 2008 Josef Speckle: Auf den Spuren der 700 Jahre alten schwäbisch-alemannischen Familien Specklin/Speckle
Der Familienname Specklin ist erstmals 1306 nachweisbar und kommt bis ins 15. Jahrhundert nur im Raum Zürich/Sankt Gallen/Konstanz vor. Er leitet sich (wie der gleichlautende Flurname) ab von "Speck" = Knüppeldamm. Frühe prominente Namensträger sind der Landammann Hans in Vorarlberg, der Holzschneider Veit Rudolf (er illustrierte das Kräuterbuch des Leonhart Fuchs) und sein Sohn Daniel (1536?1589), ein bedeutender Festungsbaumeister und Kartograph. Vermutlich aus Vorarlberg wanderten Familienangehörige kurz vor 1600 ins Allgäu ein. In der Gegenwart blühen nur noch zwei Stämme, deren Zusammenhang noch nicht geklärt ist. Der eine, dem auch Ignaz (1754-1824), der letzte Abt des Klosters St. Peter im Südschwarzwald, angehört, lässt sich bis 1557 zurückverfolgen; der andere bis 1693.

03. November 2008 Gerhard Hiller: Stolpersteine ? Erinnerungen an ausgestoßene und ermordete Mitbürger
Wer waren die Menschen, die während der nationalsozialistischen Herrschaft erst diskriminiert, dann ermordet oder in den Selbstmord getrieben wurden? Hinter dem anonymen Wort "Opfer" verbergen sich persönliche Lebensläufe und Schicksale, die nun von engagierten Bürgern nachgezeichnet und bekannt gemacht werden. Namen und Lebensdaten der Opfer werden auf kleine Messingtafeln geschrieben, die in der Nähe ihrer ehemaligen Wohnungen in das Pflaster der Gehwege eingelassen werden. Die Lebensläufe werden teilweise im Internet publiziert. In Deutschland sind etwa 10.000 Stolpersteine verlegt worden, davon 300 in Stuttgart. Weitere Informationen: www.stolpersteine-stuttgart.de.

01. Dezember 2008 Dr. Wolfgang Caesar: Giacomo Casanovas Besuche in Stuttgart und Ludwigsburg
Als Diplomat, Geschäftsmann und Abenteurer reiste Casanova durch fast ganz Europa und hielt sich dabei zweimal, 1760 und 1767, in den württembergischen Residenzstädten auf. Der ihm ungnädig gesonnene Herzog und drei betrügerische Offiziere hätten hier seiner illustren Karriere fast ein Ende gesetzt, wenn ihm nicht gute Freunde zur Flucht aus dem Arrest ins Ausland verholfen hätten. Was Casanova in seiner Autobiographie über seine Erlebnisse in Württemberg berichtet hat, lässt sich durch archivalische Quellen teils bestätigen, teils ergänzen. Die geschilderten Personen und Örtlichkeiten lassen sich größtenteils identifizieren. Weitere Informationen: http://gutenberg.spiegel.de, Casanova, Erinnerungen, Band 3, 14. Kapitel; Band 6, 4. Kapitel.
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2007

27. Januar 2007 (84. Jahresversammlung): Albrecht Gühring, Stadtarchivar in Marbach am Neckar: Marbacher Epitaphien und Grabmäler als genealogische Quellen

05. Februar 2007 Werner Schmidt: Auf dem Jakobsweg von Württemberg über die Schweiz und Frankreich nach Spanien (mit Lichtbildern)

05. März 2007 Jörg M. Bossert: Gräfin Nora von Beroldingen geb. Kapp von Gültstein (1889-1953) - aus dem Leben einer ungewöhnlichen Frau

02. April 2007 Eberhard Hartenstein und Andrea König: 450 Jahre Familiengeschichte Hartenstein - Handwerker, Gastwirte, Kaufleute, Beamte und ein Prälat

07. Mai 2007 Michael Bing: Evangelische Kirchenbücher in Württemberg - Bestandserhaltung als kulturelle Aufgabe

01. Oktober 2007 Thea Stolterfoht: Italienische Kaufleute der Barockzeit in Stuttgart und Ludwigsburg

05. November 2007 Dr. Victor Bruns: Die Familie Veiel in Württemberg, insbesondere in Cannstatt

03. Dezember 2007 Dr. Wolfgang Weisser: Bader, Wundärzte und Chirurgen vom 16. bis 18. Jahrhundert
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1997-2006

Die Ankündigungen älterer Vorträge sind hier archiviert.

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Letzte Änderung/Last update: 17-Jan-2011
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