V e r a n s t a l t u n g s r ü c k b l i c k
der Bezirksgruppe Oberpfalz (Regensburg)

 

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Jahresrückblick 2011


11.01.2011
Familienforscher-Stammtisch - "Forscher helfen Forschern"
(Forscherprofile, Lesehilfen, usw.)

Gedankenaustausch, Fragen zu toten Punkte, Hilfe beim Lesen von Kirchenbucheinträgen und Dokumenten aller Art. Kennenlernen der Forschungsgebiete anderer Forscher.
(16 Teilnehmer)


15.02.2011
Mitgliederversammlung gemäß Vereinssatzung

Gemäß der Tagesordnung (Informationsblatt Nr. 7, S. 228 vom Dezember 2010) wurde die jährliche Mitgliederversammlung abgehalten. Die Wahl der Vorstandschaft ergab folgendes Ergebnis:
Vorsitzender: Dr. Albert Vogt
Stellvertreter: Wolfgang Mages
Kassenwart: Hans-Peter Alkofer
Schriftführer: mit dem Amt beauftragt wurde Dr.-Ing. Albert Heinzlmeir.
Als Kassenprüferinnen wurden Bernadette Feihl und Christine Zisler einstimmig bestätigt.

Mit Bildern vorzüglich angereichert berichtete Wolfgang Mages anschließend über seine ebenfalls ehrenamtliche paläontologische Arbeit, insbesondere über seine Suche, wissenschaftliche Klassifizierung und öffentliche Präsentation von Schnecken und Muscheln aus Fundorten in Ägypten, Mittelitalien und der Fränkischen Alb.
(19 Teilnehmer)


15.03.2011
"Unleserliche" Dokumente von Mitgliedern wurden gemeinsam unter Anleitung von Dr.-Ing. Heinzlmeir entziffert bzw. entschlüsselt.
Einige Beispiele waren Matrikeleinträge. Die größten Schwierigkeiten bereiteten die Großbuchstaben bei unbekannten Familien- und Ortsnamen, weil man oft auch durch Kombination nur unter großen Schwierigkeiten die Bedeutung entziffern kann. Ein Beispiel war die Niederschrift über die Verhandlung eines Mietstreites aus dem 18. Jahrhundert, der in Beleidigungen zwischen den beiden beteiligten Frauen endete. Dieses Lesebeispiel erhellte ungewöhnliche Lebensverhältnisse in einem kleinen Ort des Gerichts Regenstauf jener Zeit.
(15 Teilnehmer)


12.04.2011
Andreas Weinzierl, Wolfgang Mages: FOKO - Verfahren, Bedeutung, Nutzen für Genealogen

Es wurden die verschiedenen Möglichkeiten dargestellt, seine Daten anderen Forschern zugänglich zu machen, angefangen von den einschlägigen Büchern (Oberpfalz, Franken) über die heutige elektronische Form (http://foko.genealogy.net/) bis hin zu GedBas, die online vorgestellt wurden und anhand einiger Namensbeispiele aus dem Teilnehmerkreis abgefragt wurden. Wichtig war die Erkenntnis, dass der Austausch ein Geben und Nehmen ist, jeder Teilnehmer sich aber bewusst sein muss, wie Daten weiter verbreitet werden können.


10.05.2011
Familienforscher-Stammtisch - "Forscher helfen Forschern"
(Forscherprofile, Lesehilfen, usw.)

Gedankenaustausch, Fragen zu toten Punkte, Hilfe beim Lesen von Kirchenbucheinträgen und Dokumenten aller Art. Kennenlernen der Forschungsgebiete anderer Forscher. Eine Teilnehmerin trat als Mitglied bei.
(17 Teilnehmer)


07.06.2011
Friseurmeister Heinz Bauer, Dr. Albert F. Vogt: "Alte Berufe: Bader - Badwesen"

Nach einer allgemeinen Einführung in das Badwesen mit seinen unterschiedlichen Ausprägungen in der Stadt und auf dem Land, die sich seit dem Mittelalter entwickelt haben, berichtete Herr Heinz Bauer vom Badergeschäft in Abensberg. Dort ist ein Bader seit 1600 nachgewiesen (Badhaus zum Karmeliter). Über Jahrhunderte gab es zwei Badhäuser. Anton Widmann, Wundarzt und Chirurg, erwies sich nach der "Schlacht von Abensberg" 1809 gegen Napoleon als "rettender Engel" für viele der verwundeten Soldaten. Später war Tobias Hotz Lehrherr von Peter Bauer, der die Bader- und Friseur-"Dynastie" Bauer begründete, die seither in der vierten Generation besteht. Peter Bauer betrieb auch Augen- und Zungendiagnose sowie Urinbeschau. Anhand vieler historischer Instrumente aus Familienbesitz veranschaulichte Heinz Bauer die Tätigkeit des Baders, aus der sich das Friseurwesen entwickelt hat. Als Beispiele von Baderfamilien im ländlichen Bereich der Oberpfalz wurde zum einen Karl Dubois vorgestellt, der 1774 durch Heirat nach Möning (Lkr. Neumarkt i. d. OPf.) kam - seine Herkunft ist bisher unbekannt - zum anderen die Familie Scheffer, die zwischen Painten und Velburg "pendelte" und in beiden Orten Bader stellte.


12.07.2011
Besuch der Ausstellung i. d. Klostermühle Altenmarkt b. Cham

Wir besuchten die Ausstellung der Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz (GFO), welche diese anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens in der Klostermühle eingerichtet hatte. Der GFO-Vorsitzende Herr Dr. Wappmann ließ deren Geschichte kurz Revue passieren und gab Hinweise zu den Aktivitäten der einzelnen Ortsgruppen. Anschließend konnten bei einer guten Brotzeit viele Forscherfragen besprochen werden. Wertvolle Hinweise zur Archivlage des Gebietes um Cham konnten gegeben werden, weil hierzu teilweise Archivalien im Staatsarchiv Landshut zu finden sind.


09.08.2011
Ferientreffen mit Fachsimpeln im Biergarten des Katharinenspitals, Regensburg

In lockerer Atmosphäre konnten Hinweise zum Öffnen von "Sackgassen" gegeben und Leseprobleme gelöst werden.


13.09.2011
Familienforscher-Stammtisch: "Forscher helfen Forschern,Forscherprofile, Lesehilfen, tote Punkte usw."

Frau Schretzenmayr und Herr Wießner gaben einen ausführlichen Bericht zum Deutschen Genealogentag in Erlangen mit seinen thematisch vielfältigen Vorträgen und den Möglichkeiten, Genealogen aus ganz Deutschland zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen. Wichtig ist dabei auch die Möglichkeit, die Forschungsgebiete anderer genealogischer Vereine kennenzulernen.
Gleichzeitig erging der Appell, sich am 64. Deutschen Genealogentag vom 31.08. bis 03.09.2012 in Augsburg zu beteiligen.


11.10.2011
Lore Schretzenmayr, Wolfgang von Seiche-Nordenheim: "Familien Seiche in Auschine Nr. 6 und Nr. 9 im Bezirk Aussig/Elbe und deren Nachkommen auf verschiedenen Wegen in Regensburg"

Der wegen der Exkursion von Juli auf Oktober verschobene Vortrag wurde von Frau Schretzenmayr gehalten, da Herr von Seiche kurzfristig verhindert war. Beide Referenten stammen mit einem Teil ihrer Ahnen aus dem Dorf Auschine, welches bereits in den 1930er Jahren für den Braukohlentagebau abgegraben wurde. Die Matrikeln der Pfarrei Kulm, zu der u.a. Auschine eingepfarrt war, weisen eine große Zahl Personen mit Namen SEICHE aus, die hauptsächlich in den im Theresianischen Kataster 1770 vergebenen Hausnummern 6 und 9 lebten. Ob und wann die beiden Familien einen gemeinsamen Stammvater haben, muss noch geklärt werden. Im zweiten Teil des Vortrags wurden die verwandtschaftlichen Bindungen mit Altbayern erläutert.


09.11.2010
Arbeitsabend: "Wie sichere ich meinen genealogischen Nachlass?"

Das Problem vieler Genealogen ist nach einem oft mit viel Fleiß, Arbeits- und Kostenaufwand zusammengetragenen genealogischen Fundus die Frage, was damit einmal geschieht. Wenn Familienangehörige die Forschungen nicht fortführen können oder gar kein Interesse an den Ergebnissen haben, droht oft die Vernichtung ganzer Forschungsbestände - eklatante Beispiele sind auch im BLF bekannt. Dem gilt es vorzubeugen. Die Teilnehmer trugen Vorschläge für ein systematisches Vorgehen zusammen. Dies beginnt mit einer Auflistung sämtlicher genealogischer Bücher, einer sichtbaren und eindeutigen Kennzeichnung von Leitz-Ordnern und Schubern mit Einzelblättern; es setzt sich mit der EDV-Erfassung der Forschungsergebnisse fort, die an eine Stelle gegeben werden sollten, wo ein Zugriff auf die Daten und ihre Nutzung weiterhin möglich sind (z.B. GFF-Datenbank "Index Personarum"). Es endet mit einem "genealogischen Testament", in welchem Anweisungen gemacht werden, an welche Stelle (z.B. BLF) der Nachlass abzugeben ist.


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