Prignitz
Mittelmark
Uckermark
Neumark
Niederlausitz

Forschungsstelle Uckermark (gegründet am 13.07.2006): Ansprechpartner Peter Woddow;
Anfragen über BGG-FST-Uckermark

Landschaft Uckermark

(alle Werte um 1900 nach Beuermann/Heinze: Die Provinz Brandenburg)

Die historische Landschaft der Uckermark umfaßt heute den Landkreis Uckermark.In der Zeit von 1817-1995 bestand die Landschaft Uckermark verwaltungstechnisch aus den Kreisen Prenzlau, Templin und Angermünde. Die gesamte Uckermark (nach dem slawischen Stamm der Ukraner, die sich wiederum nach dem Fluß benannten, welcher "Grenze" bedeutet) ist stets dünn besiedelt gewesen und überwiegend landwirtschaftlich geprägt (Tradition im Tabakanbau bei Schwedt).
Die Uckermark gelangte 1250 durch einen Ausgleich mt den Pommern unter den Askaniern Johann I. und Otto III. zum Brandenburger Gebiet.

Prenzlau
Templin
Angermünde


Landkreis Prenzlau

Fläche: 1.133 km², Einwohner: 59.330, Dörfer: 68, Gutsbezirke: 103 (um 1900)
Städte (3): Prenzlau (nach dem Obotritenfürsten Primislaw, 21.000 Einw., alte slawische Burg und Hauptort, Mittelpunkt des uckermärkischen Vieh- und Getreidehandels), Strasburg und Brüssow

Landschaft: Der Kreis wird mittig von Süd nach Nord von der Ücker durchflossen, welche mit dem Unter-Ückersee südlich der Kreisstadt ein recht großes Gewässer aufweist. Die ostliche Kreisgrenze bildet die Randow.


Landkreis Templin

Fläche: 1.435 km², Einwohner: 47.150, Dörfer: 71, Gutsbezirke: 75 (um 1900)
Städte (3): Templin (slaw. temny - dunkel und plinta - Ziegel, also Ziegelhain, 4.500 Einw.), Lychen und Zehdenick (slaw. zednik - Maurer, Wallfahrtskloster, 3.500 Einw.)

Landschaft: Der Kreis wird durch ein Höhenland der Endmoränenstufe der Eiszeit charakterisiert und weist weder bedeutende Flüße, noch Seen auf. Dafür ist es fast vollständig bewaldet und bedeutend für die Forstwirtschaft. Zum Holztransport wurde Templin und umliegende kleinere Seen westwärts durch Kanäle mit der Havel verbunden, die auch die Westgrenze bildet.


Landkreis Angermünde

Fläche: 1.307 km², Einwohner: 64.575, Dörfer: 70, Gutsbezirke: 67 (um 1900)
Städte (6): Angermünde, Schwedt (früher Sued, slaw. svida - Hartriegel oder swety - heilig, stark, 10.400 Einw.), Vierraden (heute zu Schwedt), Joachimsthal (Gründung durch Kurfürst Joachim 1604, 2.200 Einw.), Oderberg (alte Burg von 1215, 4.000 Einw.) und Greiffenberg (heute keine Stadt mehr)

Landschaft: Das Kreisgebiet wird von Südwest nach Nordost von der Wee durchflossen, die an der Kreisrenze die Randow aufnimmt und sich ostwärts endend bei Schwedt in die Oder mündet. Der Oderstrom bildet die östliche Grenze des Kreises. Schwedt, Vierraden und Oderberg verdanken ihre Bedeutung dem Fluß und der Schifffahrt. Die Südgrenze des Kreises bildet der Oder-Havel-Kanal, der bei Oderberg mündet. Im Süden liegen große Seen (Parsteiner, Werbellin und Grimnitzsee), Relikte der Eiszeit. Die gesamte Endmoränenlandschaft ist sehr abwechlungsreich gegliedert und weist teilweise erhebliche Höhenunterschiede auf.


Weiterführende Links zur Uckermark

Landkarte Uckermark


BGG Startseite   Impressum   Kontakt   Übersicht   Links   Die BGG stellt sich vor   Forschungsgebiet  

© Gerd Christian Treutler / Norbert Henkel 2006