Forschungsstelle Prignitz
(gegründet am 01.06.2008):
Ansprechpartner Inge Zichel;
Anfragen über
BGG-FST-Prignitz
Landschaft Prignitz
(alle
Werte um 1900 nach Beuermann/Heinze: Die Provinz Brandenburg)
Die historische Landschaft der Prignitz umfaßt heute den
Landkreis Prignitz und den Westteil des Landkreises Ostprignitz-Ruppin.
In der Zeit vor 1945 bestand die Landschaft Prignitz
verwaltungstechnisch aus den Kreisen Ost- und Westprignitz:
Westprignitz,Kreisstadt Perleberg
Fläche: 1.460 km², Einwohner: 76.800, Dörfer: 144,
Gutsbezirke: 74 (um 1900)
Städte (6): Perleberg, Wittenberge, Lenzen, Wilsnack, Havelberg
und Putlitz
Der Kreis wird landschaftlich durch den Lauf der Elbe an seiner
Südwestgrenze geprägt. Havelberg und Wittenberge liegen an
der Elbe und haben Bedeutung für die Schiffahrt und als
Industriestandorte. Weitere Flüsse sind die Löcknitz, die
Stepenitz und die Karthane als kleine rechtsseitige Elbzuflüsse.
Der gesamte Südwesten des Kreises Westprignitz ist durch die
überflutungsgefährdete Niederung der Elbe und ihrer Zuflüsse
charakterisiert.
Ostprignitz,Kreisstadt Kyritz
Fläche: 1.882 km², Einwohner: 67.370, Dörfer: 139,
Gutsbezirke: 75 (um 1900)
Städte (4): Kyritz, Pritzwalk, Wittstock und Meyenburg
Der Kreis wird landschaftlich im Osten durch die Wittstock-Ruppiner
Heide, im Westen durch ein Endmoränengebiet mit bis zu 153m
hohen Hügeln und im Süden durch die
Jäglitz-Dosse-Niederung geprägt. Die Dosse, welche von
Meyenburg, über Wittstock und Wusterhausen (Kreis Ruppin) zur Elbe
fließt, ist das bedeutendste Gewässer. Nennenswert ist auch
die Kyritz-Wusterhausener Seenkette zwischen Jäglitz und Dosse.
Die gesamte Prignitz ist stets dünn besiedelt gewwesen und
überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Der bedeutendste
Industriestandort ist Wittenberge.
Die Prignitz gehört seit 1136 durch Erwerb Albrechts des
Bären, erster Markgraf von Brandenburg, zum Brandenburger Gebiet.
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© Gerd Christian Treutler / Norbert Henkel 2006