Brandenburgische Territorien außerhalb des Forschungsgebietes
Unser eigentliches Forschungsgebiet ist die historische Mark Brandenburg in ihren Grenzen nach 1816. Dies hat zur Folge, dass einige frühere
kurbrandenburgische Territorien nicht durch unser Forschungsgebiet erfasst werden.
Darüber hinaus hat es trotz unterschiedlicher Staatszugehörigkeit auch in früheren Zeiten Wechselbeziehungen zu den Nachbarterritorien
gegeben, die natürlich auch von genealogischer Bedeutung sind.
Um Ihnen die Forschung in diesen Territorien zu erleichtern, bemühen wir uns um eine gute Zusammenarbeit mit dort ansässigen
genealogischen Vereinen.
Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der betreffenden Territorien bzw. der Nachbarstaaten und Links zu den entsprechenden genealogischen
Vereinen, zu deren Forschungsgebiet diese territorien hauptsächlich gehören:
Berlin
Berlin/Cölln, Spandau, Köpenick und später zugehörige Gemeinden
Die Doppelstadt Berlin/Cölln wurde schon im Mittelalter zur brandenburgischen Residenz erwählt und hat sich im Laufe der geschichte stets als Hauptstadt fortentwickelt. Nicht zuletzt die Ausweitung zur Millionenmetropole im 19. und 20. Jh. läßt Berlin zu einem eigenen umfangreichen Forschungsgebiet werden, wenngleich es bis 1945 stets Teil Brandenburgs blieb.
Vereinsseite der BGG zu Berlin
In Berlin ist eine eigene genealogische Interessenvereinigung aktiv, die Berlin-spezifische Fragen besonders kompetent beantworten kann:
IG Genealogie beim Kulturring Berlin e.V.
Die Interessengemeinschaft Genealogie beim Kulturring Berlin e.V. wurde 1986 gegründet.
Wir beschäftigen uns mit der Familienforschung und verschiedenen damit im Zusammenhang stehenden interessanten historischen Themen.
weitere Informationen finden Sie bei der
IG Genealogie Berlin
Westen: Altmark und die Rheinischen Gebiete
Altmark, Hzm. Magdeburg und Fsm. Halberstadt
Die Altmark nimmt einen ganz besonderen Status in der Geschichte Brandenburgs ein. Sie war seit der Ostkolonisation brandenburger Gebiet
und erst mit der preußischen Gebietsreform 1816 Teil der neuen Provinz Sachsen. 1648 bzw. 1680 fielen dan auch die säkularisierten
Kirchenterritorien Magdeburg und Halberstadt an Brandenburg.
Dieses Territorium ist durch eine eigene Identität zwischen Brandenburg und dem anhaltinischen und sächsischen Raum geprägt.
Hier konnten wir die in diesem Gebiet bodenständige Arbeitsgemeinschaft Genealogie Magdeburg als Ansprechpartner gewinnen:
AG Genealogie Magdeburg
Seit dem Jahr 1969 gibt es in Magdeburg die Arbeitsgemeinschaft Genealogie. Ihr Ziel ist es, familiengeschichtlich,
genealogisch Interessierte zusammenzuführen, Kontakte untereinander und zu anderen Familienforschern herzustellen
sowie Unterlagen und Literatur zu sammeln, auszuwerten und zugänglich zu machen.
weitere Informationen finden Sie bei der
AG Genealogie Magdeburg
Hzm. Kleve, Gft. Mark, Gft. Ravensberg, Fsm. Minden
Die sogenannten Rheinischen Gebiete konnte Brandenburg weitgehend infolge des Jülichschen Erbfolgestreits 1614 gewinnen. 1648 kam noch das säkularisierte Fsm. Minden hinzu. Diese Gebiete bilden den Kern der späteren preußischen Rheinprovinz. Über die Grenznähe zu den Niederlanden und die Vermählung des Großen Kurfürsten mit Henriette von Oranien, gewann Brandenburg eine starke Schutzmacht für diese Gebiete und über die Niederlande auch den Zugang zur Nordsee. So wurde unter dem Großen Kurfürsten eine kurbrandenburgische Flotte aufgebaut und sogar eine eigene kurbrandenburgische Kolonie im afrikanischen Guinea - Groß Friedrichsburg - errichtet.
Für diesen Bereich gibt es verschiedene genealogische Vereine, die gerne weiterhelfen:
Forschung in den Rheinischen Gebieten und den Niederlanden
- für das Hzm. Kleve:
"Mosaik" Familienkundliche Vereinigung für das Klever Land e.V.
- für die Gft. Mark:
Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde e.V. in Köln
- für die Gft. Ravensberg und das Fsm. Minden:
Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung e.V. in Münster
- für die Niederlande und die kurbrandenburgische Flotte:
Niederländische Genealogische Vereinigung
Norden: Mecklenburg und Pommern
Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz
Im Norden grenzen die beiden Mecklenburgischen Staaten an Brandenburg. Neben den Wechselbeziehungen an der Grenze haben hier
insbesondere die zwei vollständigen Enklaven von Meckelenburg-Schwerin eine genealogische Bedeutung.
Es handelt sich um die Dörfer Rossow und Schönberg, beide an der Dosse, an der Grenze zwischen der Prognitz und Ruppin gelegen.
Auch Mecklenburg-Strelitz verfügt über eine Enklave in Brandenburg. Diese erstreckt sich zwischen Ruppin und der Uckermark weit
ins Land hinein und umfasst im wesentlichen die Stadt Fürstenberg an der Havel und das Dorf Dannenwalde.
Mit dem Verein für mecklenburgische Familien- und Personengeschichtsforschung e.V. haben wird einen kompetenten Ansprechpartner gefunden:
Verein für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte e.V.
Zweck des Vereins für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte ist die Erforschung, Pflege und Förderung der
Personen- und Familiengeschichte, der Heraldik und verwandter Wissenschaften.
weitere Informationen finden Sie beim
Verein für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte e.V.
Pommern
In der brandenburgischen Frühzeit waren die Pommernherzöge der Feind Nr. 1 im Nordosten der Mark.
Doch die Brandenburgischen Kurfürsten verstanden es durch eine spätere kluge Heiratspolitik sich die
Erbfolge in Pommern zu sichern. Obwohl somit Anspruch auf ganz Pommern gelang es 1648 nur Hinterpommern
anzugliedern. Vorpommern folgte 1720 und der letzte schwedische besitzanteil 1815. Da Pommern trotzdem
immer ein eigenes Herzogtum blieb, zählt es nicht zu Brandenburg und nahm auch im späteren Preußen den
Status einer eigenen Provinz ein. Besonders starke Wechselbeziehungen zwischen Pommern und Brandenburg
treten im Nordosten der Neumark zu Tage. Hier gab es im Laufe der Zeit immer wieder Gebietsverschiebungen.
Kompetenter Ansprechpartner ist hier der Pommersche Greif e.V. bzw. die FSt Neumark der AGoFF:
Pommerscher Greif e.V.
Die preußische Provinz Pommern lag im nordöstlichen Deutschen Reich und grenzte im Norden an die Ostsee,
im Westen an Mecklenburg, im Süden an die Provinz Brandenburg (einschl. Neumark) und im Osten an die Provinz Westpreußen.
weitere Informationen finden Sie beim
Pommerschen Greif e.V.
Osten
Ostpreußen, Westpreußen, Posen und Schlesien
Ostpreußen als Land des Deutschen Ordens verband sich 1511 mit den Hohenzollern, als Albrecht aus
deren fränkischer Linie zum Hochmeister gewählt wurde. Seine Enkelin brachte ihrem Mann Kurfürst
Johann Sigmund 1618 das inzwischen säkularisierte Hzm. Preußen ein.
Ostpreußen blieb jedoch außerhalb der Reichsgrenzen und zählte es nicht zu Brandenburg. Es nahm
ebenso wie die ab 1742 zu Preußen gelangten Territorien Westpreußen, Posen und Schlesien den Status
einer eigenen Provinz ein. Während die Wechselbeziehungen zu Westpreußen und Posen auf Grund dauerhaft
stabiler Grenzen eher begrenzt blieben, gab es zum Nordwesten Schlesiens eine Reihe von Gebietswechseln
mit dem Brandenburger Landesteil Neumark.
Kompetenter Ansprechpartner ist hier die Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher e.V. (AGoFF):
Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher e.V.
Familiensinn und echte Verbundenheit mit der Vergangenheit sind Ausgang und zugleich Ziel der
Familiengeschichtsforschung, ganz gleich in welcher Form sie betrieben und ihre Ergebnisse
festgelegt werden. Wer sich einmal der Genealogie verschrieben hat und von ihr erfüllt ist,
der kommt sein Leben lang nicht von ihr los. Sie bereitet Mühe und erfordert Kosten, doch
dafür schenkt sie uns viel Freude und Befriedigung.
weitere Informationen finden Sie bei der
AG ostdeutscher Familienforscher e.V. (AGoFF)
- speziell für Ost- und Westpreußen:
Verein für Familienforschung Ost- und Westpreussen e.V.
Süden
Nordsachsen, Lausitz, Saalkreis, Nordhausen
Der Süden Brandenburgs weist eine besonders wechselvolle Territorialgeschichte auf. Zum einen kam
der gesamte Süden des heutigen Brandenburgs mit Ausnahme der Herrschaft Cottbus (1462) erst 1815 an
Preußen und wurde Brandenburg zugeschlagen. Hier wird man also Quellen vor 1816 weitgehend in sächsischen Archiven zu suchen haben.
Zum Anderen fielen die älteren brandenburgischen Territorien Saalkreis (mit der Stadt Halle/Saale)und
Nordhausen ab 1816 an die preußische Provinz Sachsen.
Für diese Fragen ist die Arbeitsgemeinschaft für Mitteldeutscher Familienforschung (AMF) der richtige Ansprechpartner:
Arbeitsgemeinschaft für Mitteldeutsche Familienforschung e.V.
Die Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung e.V. (AMF) versteht sich als ein Zusammenschluss
von Einzelpersonen in einer Arbeitsgemeinschaft zum Austausch von Erfahrungen bei der genealogischen
Forschung und zur gemeinsamen Erarbeitung und Darstellung der dabei gewonnenen Ergebnisse zum Wohle der Allgemeinheit.
weitere Informationen finden Sie bei der
AG Mitteldeutscher Familienforscher e.V. (AMF)
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© Gerd Christian Treutler / Norbert Henkel 2006