Siebenbürgisch-sächsische Genealogie
von Dr. Christian Weiss
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Seit Jahren sammeln aus Siebenbürgen stammende und mit Siebenbürgen verbundene Genealogen/Innen [bitte alle zukünftigen Erwähnungen von Berufen geschlechtsneutral zu verstehen] Ahnendaten und/oder Matrikeldaten zur Erstellung von Familienstammbäumen und -ahnenreihen, auch für Ortsfamilienbücher, aus geschichtlichem Interesse an bestimmten Berufen (Ärzte, Apotheker, Pfarrer, Lehrer) oder ähnlichen Beweggründen. Alle diese, vornehmlich Siebenbürger Sachsen betreffenden Daten in eine große Datenbank zusammenzuführen und allgemein zugänglich zu machen, so dass bei einem einzigen Aufruf festgestellt werden kann, ob die gesuchte Person von jemandem bearbeitet wurde, ist erstrebtes Ziel. Darüber hinaus möglichst alle Daten bzw. Quellen zu erfassen, in denen mehr über die Person zu erfahren ist. Die volle Erfüllung wird kaum zu erreichen sein, dennoch sollte uns das nicht entmutigen Mögliches anzupeilen und praktisch anzugehen.
Ortsfamiliendatenbanken einiger Gemeinden liegen schon fertig vor, die anderer sind weit fortgeschritten. Agnetheln (Hanswalter Müller) über 24.500 Personen, Katzendorf (Dr. Harald Lienert) 5739 Personen, Hamruden (Dr. Harald Lienert) 2612 Personen Wolkendorf/Bzl (Hermannstädter) 8500 Personen stehen im Genealogienetz. Kronstadt (Dr. Erich Jekelius/ Ingeborg Graef) 27.000 Personen und die CD-Corona (Dr. Christian Zaminer) etwa 400.000 Datensätze liegen vor. Ebenso Roseln (
Weidenbach (Wilhelm Preiss) um 14.000 Personen. Gedruckt liegen vor Großlasseln (Georg Gehann), Donnersmarkt (Herausgeber Adolf Schmidt) und Reps (Frau Meta Phleps, in einem Exemplar in Gundelsheim) etwa 10.000 Personen. Brenndorf (Hermann Schmidts +, auf CD, wird nun weitergeführt durch Hugo Thiess. Die Matrikeldaten von Mediasch (Albert Klingenspohr) werden in Kürze fertig gestellt sein. Die Matrikeldaten von Schäßburg werden eingespeist (Frau Ingeborg Peter). Die Kopien zur Übernahme der Daten Hermannstadts liegen vor. Steht zu hoffen, dass Herr
27 Gemeinden Alzen, Birthälm, Braller, Brenndorf, Großscheuern, Heldsdorf, Jakobsdorf/Agn., Johannisdorf, Kleinprobstdorf, Leschkirch, Heltau, Marienburg, Martinsdorf, Mühlbach, Neithausen, Nussbach, Reussen, Reußmarkt, Rosenau, Seiden, Streitfort, Talmesch, Tobsdorf, Urwegen, Wassid, Zeiden, Zied. Um die vielen Daten zusammenzuführen und der ganzen Gemeinschaft zugänglich zu machen, bedarf es gebündelter Anstrengungen. Grundlage muss sein: 1. Jeder verantwortet seine Arbeit, daher muss auch nach der Zusammenführung jeder Bearbeiter und seine Quellen ersichtlich bleiben. 2. Die sehr unterschiedlichen Daten, unter verschiedensten Gesichtpunkten gesammelt, müssen abgeglichen werden, um ein möglichst einheitliches Gesamtwerk zu ergeben. (Das betrifft vor allem die Berufsangaben und Titel. Einige haben Paten und Trauzeugen ebenfalls erfasst, andere nicht. U. ä.) 3. Den Organisatoren (Redakteuren) wird es obliegen, zusammen mit solchen Bearbeitern, die Kartotheken oder Ahnenbücher erstellten, Wege und Möglichkeiten zu finden diese Daten in ein Genealogieprogramm zu übernehmen. Dasselbe gilt für Familienforscher und deren Ahnenpässe und sonstigen Unterlagen. 4. Ziel ist diese Daten durch Internet zur Verfügung zu stellen, so dass sie weiter ergänzt werden können und Fehler, die nicht ausbleiben können, richtig gestellt werden können. 5. Die Daten sollen im Netz eingesehen und herunter geladen werden können, aber nicht verändert. Andererseits muss jedem die Möglichkeit gegeben werden (wie im Internetlexikon WIKIPEDIA) unter Anmeldung seines Namens und Adresse, Ergänzungen und Richtigstellungen mit genauer Quellenangabe hinzufügen zu können, die in der Folge von den Redakteuren eingearbeitet oder – wenn sie sich als falsch erweisen – gelöscht werden. 6. Um die Grundlage in fünf Jahren erstellen zu können, werden zahlreiche Mitarbeiter gesucht, nicht nur EDV-Spezialisten, es wird auch „normale“ „Bürotätigkeiten“ geben. 7. In einem Seminar beginnend in Gundelsheim am Freitag, 4. Mai um 17 Uhr (5 Uhr nachmittags) bis Sonntag, 6. Mai um 12 Uhr mittags, wird das Projekt vorgestellt, sollen Redakteure gewählt und die Mitarbeit koordiniert werden. Wir hoffen auf zahlreiche Beteiligung. 8. Die Daten, die ins Internet gestellt werden, stehen gesetzmäßig unter Datenschutz, d. h. sie werden nur etwa bis 1900 reichen, einige Namenangaben darüber hinaus. Alle weiteren Daten bleiben unter Archivschutz erhalten. Nicht unter Datenschutz fallen die Daten unserer führenden Persönlichkeiten der Politik, Kunst usw. die in Zeitungen, Lexika u. a. Veröffentlichungen nachgelesen werden können. Sie werden in einer gesonderten Datei mit ausführlichem Lebenslauf und weiteren Daten veröffentlicht als "Siebenbürger Persönlichkeiten der Gegenwart". Dieser Datei können alle Siebenbürger hinzugefügt werden, die selber ihre ausführlicheren Daten zur Verfügung stellen. 9. In einzelnen Fällen sind außer den Eckdaten Berichte, Ereignisse, Erlebnisse, Anekdoten und dgl. mehr als Lebensbild hinzugefügt. Unser Bestreben soll es sein, von so viel unserer siebenbürgischen Mitbewohner an Erinnerung zu bewahren, als möglich. Wohl gemerkt: "Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren." (Nicht: zum Besten verdrehen!) In diesem Sinne lade ich ein zum Genealogieseminar in Gundelsheim im Richard-Langer-Saal für Freitag, den 4. Mai 2007: 17 Uhr: Eröffnung des Seminars 17,15 Uhr: Probleme bei Zusammenführung von Personendatenbanken. 18,30 – 20 Uhr: Fragen der Teilnehmer und Vorstellung ihrer eigenen Projekte Sonnabend, 5. Mai 2007: 9 Uhr: Begrüßung, Festlegung der endgültigen Tages-, sowie der Geschäftsordnung. 9,20 Uhr: Ziele und allgemeine Richtlinien für die Datenbank: Siebenbürgisch-sächsische Genealogie. 11 Uhr: Zusammensetzung oder Wahl des Redaktionskollegiums. 14 Uhr: Was lesen wir aus den Matrikeln, Familienblättern, Karteikarten und wie sind sie zu verarbeiten? (Vortrag Christian Weiss, Ergänzungen der Teilnehmer.) 16 Uhr: Import der Daten von Tartlau (und Halvelagen) 16,30 – 18 Uhr: Fragen der Teilnehmer und Vorstellung eigener Projekte Sonntag, 6. Mai 2007: 9 – 9,20 Uhr: Wort zum Sonntag 9,20 – 11,30 Uhr: Aufteilung und Beratung betreffend zügiger Abwicklung der anstehenden Aufgaben. 11,30 -12 Uhr: Abschluss Je zahlreicher die Mitarbeiter, um so gewichtiger wird das Resultat sein. Wir hoffen auf Beteiligung nicht nur von Genealogen jeder Art, sondern sowohl Mitarbeit von Sekretären/Innen als auch Fachleuten der EDV, Zeichnern, Fotografen u. a. Die Aufgaben werden vielfältiger sein, als aufs erste erahnt. Stellungnahmen, Anmeldungen, Vorschläge bitte an: ChristianWeiss@alle-eine-welt.de Vgl. auch www.alle-eine-welt.de/genealogie.htm (dort vielleicht auch noch Aktualisierungen) |