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Orte des AK-Nordhausen
AMF-Arbeitskreis Nordhausen

Woffleben

Übersicht:

Geographische Angaben

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Allgemeine Angaben

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Politische Zugehörigkeit

  1. Staat:
  2. Land:
  3. Kreis:
  4. Verwaltungsgemeinschaft:
  5. Anschrift der zuständigen Gemeindeverwaltung/Verwaltungsgemeinschaft (7/97):
    Stadtverwaltung Ellrich
    Gerald Schröder
    Salzstraße 8
    99755 Ellrich
    Telefon: 036332-25-0

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Kirchliche Zugehörigkeit

  1. Evangelische Kirche:
    1. Kirchenprovinz:
    2. Kirchenkreis:
    3. Anschrift des zuständigen Pfarrers (01/98):
      Pfarrer Gerhard Meißner
      Ellricher Str. 2
      99755 Sülzhayn
      Telefon: 036332-20309

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Kirchenbücher

  1. Evangelische Kirche
    1. Taufregister
      von ... bis ..., z. Zt. verwahrt durch ... in ...
      Kopien/Mikrofilm vorhanden bei ...
    2. Heiratsregister
      von ... bis ..., z. Zt. verwahrt durch ... in ...
      Kopien/Mikrofilm vorhanden bei ...
    3. Sterberegister
      von ... bis ..., z. Zt. verwahrt durch ... in ...
      Kopien/Mikrofilm vorhanden bei ...

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Literatur

  1. Über den Ort
  2. Über Einwohner des Ortes

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Kurzbeschreibung des Ortes

Die Kelle

In der Nähe von Woffleben lag eine Höhle, die einst zu den größten in Deutschland gehörte. Wände, Decke und Boden bestanden aus Gips, einem wasserlöslichen und sehr bröckligen Gestein. Der einsickernde Regen spülte im Innern der Gipsberge große Hohlräume aus. Sogar unterirdische Seen entstanden auf diese Weise. Später brachen die Deckengewölbe ein und an der Erdoberfläche bildeten sich große tiefe Löcher, die Erdfälle. So entstand auch die "Kelle" bei Woffleben, bzw. Appenrode. Als das Deckengewölbe noch unversehrt war, war sie vielbesucht. Auf Grund ihrer Größe war es sogar möglich, Feste darin zu feiern, und der Höhlenwirt konnte seine Getränke im kalten Wasser des kleinen Sees kühlen.

Die "Kelle" erlangte einige Berühmtheit, als der Dichter Leopold Friedrich Günther Goeckingk, der 1770 als Kanzleidirektor bei der Kriegs- und Domänenkammer-Deputation zu Ellrich angestellt wurde, sie zu seinem Lieblingsplatz erwählte und in Gedichten und Beschreibungen verherrlichte.
Auch in der Sagenwelt spielt dieses Naturdenkmal eine Rolle. So weiß die Volkssage geheimnisvolle Geschichten über die "Kelle" zu erzählen: In der Tiefe des Sees wohnten Nixen, deren Töchter sich auf Volksfesten unter die tanzenden Mädchen mischten und dafür vom Nixenvater zur Strafe getötet und in die Fluten geschleift wurden, so daß ihr Blut auf der Oberfläche des Sees zu sehen war. Oder: Große Fische mit bemoosten Köpfen ließen sich von Wernaer Dorfbewohnern fangen und begannen unterwegs in den Rocktaschen so eindringlich zu reden, daß ihre Träger sie wieder ins Wasser warfen. Alljährlich forderte der See ein Menschenleben als Opfer. Deshalb veranstaltete man in alten Zeiten zur Sühne eine Prozession nach der Höhle.
Ihr gegenüber stand einst eine Kapelle, die dem heiligen Johannes geweiht war. Jedes Jahr am Johannistage zog ein Priester aus Ellrich mit seinen Pfarrkindern und vielen Bewohnern der umliegenden Orte dorthin. Nach dem Gottesdienst begab sich der Priester zu der Höhle, ließ in den See ein Kreuz hinab und rief beim Wiederhinaufziehen den Menschen zu: "Kommt und gucket in die Kelle, so kommt ihr nicht ich die Hölle."
In unserer Zeit beeindruckt dieses Naturdenkmal immer noch. Durch die EGN wurde es wieder begehbar gemacht und ist gut zu finden, denn Hinweisschilder weisen darauf hin.

Quelle: Jahrbuch des Landkreises Nordhausen 1997
Herausgeber: Landratsamt Nordhausen

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Letzte Änderung: 10-Jan-99 (GU)
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