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Genealogy Home (D) / (E)] [What's New] [Allgemeine Hilfe / General Help] [Regional Research (D) / (E)]Bis an die ersten Häuser reichen Berge und Wald und steil fallen die Hänge in das Tal hinab. Es ist der "Alte Stolberg", der sich im Osten von Steigerthal in einer Ausdehnung von 4 x 5 km als kleines Vorgebirge des Unterharzes erstreckt, ein in vieler Hinsicht beachtenswertes Gebiet unserer engeren Heimat.
Der Ort, der im Jahre 1988 seine 700-Jahr-Feier begehen konnte, gehört mit seinen 351 Einwohnern zu den kleinsten des Landkreises Nordhausen. An der alten Heer- und Verkehrsstraße von Nordhausen nach Magdeburg liegend und wahrscheinlich schon Anfang des 13. Jahrhunderts gegründet, wurde die Gemeinde im Jahre 1288 zum ersten Mal in einer Walkenrieder Urkunde als "Villa stegerdal" erwähnt. Auf dem Schildberg befand sich in alten Zeiten eine Wallburg. Bis 1288 gehörte das Dorf den Rittern von Sundhausen, die es dann an die Herren von Rode verkauften. 1345 kam es in den Besitz des Klosters Ilfeld.
Als die Orte Liebichenrode und Hunoldisdorf 1412 zerstört wurden, zogen deren Einwohner nach Steigerthal, das ab 1414 zum Besitz der Grafen von Stolberg gehörte. Durch die Pest im Jahre 1624 verlor die ohnehin kleine Gemeinde ein Drittel ihrer Bevölkerung. Auch die Brandschatzung durch die Würtenberger während des siebenjährigen Krieges am 1. September 1760 führte zu vielen Verlusten unter den Einwohnern.
Steigerthal ist seit seinem Bestehen ein Ort mit überwiegender landwirtschaftlicher Produktion.
Bereits 1506 wurde Steigerthal Pfarrkirchdorf. Die St.-Katharinen-Kirche, aus dem 12. Jahrhundert stammend, wurde im Laufe der Jahrhunderte verschiedentlich im Inneren und Äußeren um- und ausgebaut. In einem Braunschweiger Urkundenbuch ist vermerkt, daß "St. Katharinen" von den Walkenrieder Mönchen erbaut worden ist. Das Kirchlein liegt versteckt auf einem Hügel am Ende einer kleinen Gasse am südlichen Ortsrand. Da der Turm schon vor vielen Jahrzehnten baufällig war, mußte er abgerissen werden. Die drei Glocken, von denen eine aus dem Kloster Himmelgarten stammen soll, wurden in einem separaten, neben der Kirche stehenden Glockenstuhl untergebracht. Die Kirche in ihrer heutigen Gestalt stammt im wesentlichen aus dem 17. Jahrhundert. Besonders bemerkenswert ist, daß an der Stirnseite des Orgelprospekts sieben Mitglieder der Steingerthaler Landwehr verewigt wurden, die am 18. Juni 1815 in der Schlacht bei Waterloo den Sieg gegen die Franzosen mit erfochten.
Quelle: Jahrbuch des Landkreises Nordhausen 1996, Seite 259
Herausgeber: Landratsamt Nordhausen
URL: .../gene/reg/THU/NDH/steig.html