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Orte des AK-Nordhausen
AMF-Arbeitskreis Nordhausen


Auleben

Übersicht:


Geographische Angaben

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Allgemeine Angaben

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Politische Zugehörigkeit

  1. Staat:
  2. Land:
  3. Kreis:
  4. Verwaltungsgemeinschaft:
  5. Anschrift der zuständigen Gemeindeverwaltung/Verwaltungsgemeinschaft (7/96):
    Stadtverwaltung Heringen
    Vors. d. VWG Bodo Reitzig
    Straße der Einheit 43
    99765 Heringen
    Telefon: 036333.6720

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Kirchliche Zugehörigkeit

  1. Evangelische Kirche:
    1. Kirchenprovinz:
    2. Kirchenkreis:
    3. Anschrift des zuständigen Pfarrers (01/98):
      Pfarrer Joachim Müller
      Schulstr. 9
      99765 Auleben
      Telefon: 036333-358

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Kirchenbücher

  1. Evangelische Kirche
    1. Taufregister
      von ... bis ..., z. Zt. verwahrt durch ... in ...
      Kopien/Mikrofilm vorhanden bei ...
    2. Heiratsregister
      von ... bis ..., z. Zt. verwahrt durch ... in ...
      Kopien/Mikrofilm vorhanden bei ...
    3. Sterberegister
      von ... bis ..., z. Zt. verwahrt durch ... in ...
      Kopien/Mikrofilm vorhanden bei ...

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Literatur

  1. Über den Ort
  2. Über Einwohner des Ortes

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Kurzbeschreibung des Ortes

Woher der Name kommt
Auleben ist seiner Anlage nach ein Haufendorf, das seinen Namen der unregelmäßigen Anordnung der Gehöfte verdankt. Das wesentliche Merkmal des Haufendorfes ist das Fehlen einer festen Plankomposition. Die Wegeführung ist uneinheitlich, das Dorf paßt sich in besonderem Maße den gegebenen Geländeverhältnissen an.1)

Auleben, östlich von Nordhausen erscheint im 9. Jahrhundert als "Awanleiba" in den Urkunden. 1230 als "Owenleiben". Im Bestimmungswort liegt ein Kosename "Avo" vor, oder "Auwo". Der Ortsnamenendung "-leben" liegt ein gemeingermanisches Wort mit der Bedeutung "Überbleibsel — Hinterlassenschaft — Erbe — Überlassenes" (vielleicht auch "Bleibe") zugrunde. Gotisch heißt es "liaba", althochdeutsch "leiba". Im ersten Glied dieser Ortsnamen sind fast ausschließlich Personennamen enthalten (vgl. unser Auleben). Die -leben-Namen dürften im allgemeinen dem 5./6. Jahrhundert entstammen.2)

1) R. Ogrissek, Dorf und Flur in der Deutschen Demokratischen Republik, Leipzig 1961, S. 126 f.
2) H. Walther, Namenskundliche Beiträge zur Siedlungsgeschichte des Saale- und Mittelelbegebietes bis zum Ende des 9. Jahrhunderts. Berlin 1971, S. 152 ff., und Karlheinz Müller, Die Ortsnamen der Kreise Nordhausen undWorbis, Jena 1954 (Diplomarbeit MSchr.) S. 50.
(Quelle: Erhard Müller, Beiträge zur Heimatkunde aus Stadt und Kreis Nordhausen - Meyenburg Museum Nordhausen, Heft 5, 1980, S. 87)

Der Ortsname im Zeitverlauf
Auleben wurde 1300 noch ein "Dörfchen (villula Oweleve)" genannt.
Interessant ist die vielfältige Schreibweise des Ortes:
8. Jh. - Awenleibe (Awanleba)
1184 - Uuleven
1247 - Ouwelebun, Oeeuwelven
1277 - Oweleibin
1300 - Oweleve
1305 - Oweleben
1413 - Oweleibenn
1423 ... daß sie eine Wiese zwischen Ouweloidin ...
1430 ... von unserem Vorwerk zu Awelebin ...
1456 - Johann Traibothe, Pfarrer zu Auleben (Martinikirchenurkunde)
1525 mußte Auleben wegen Teilnahme am Bauernaufstande 100 Gulden Strafe zahlen.
1527 hatte Ilfeld Zins zu fordern aus Owelebin
1551 ... und freien Gütern zu Augeleben
1689 ... den 27. October starb auf dem Schlosse zu Auleben die Witwe des Grafen Anton Günther von Schwarzburg-Sondershausen, Marie-Magdalene, Pfalzgräfin von Birkenfeld. Sie hatte zu Auleben ihren Witwensitz gehabt und wurde in der Pfarrkirche zu Sondershausen begraben.
Der Name Auleben bedeutet also: leben = die Besitzung, das Erbgut des Avo, Owo (Mannesname) oder der Aua (Frauenname).
Die Kirche ist den Schutzpatronen des Klosters Jechaburg, St. Petrus et Paulus, geweiht, wahrscheinlich ist sie vom Kloster Jeachburg gegründet.

(Quelle: Heimatblatt "Vom Südharzrand zur Goldenen Aue" Mai 1994, S. 8)

1794 - 1994: 200 Jahre St. Petri-Paul Kirche zu Auleben
Aus der Kirchenchronik:
1316 hatte Auleben bereits einen Pfarrer, also auch eine Kirche-Capelle. Nach Mitteilungen des hier ansässigen Herrn Gutsbesitzers Friedrich Krause haben in alter Zeit zwei Kapellen existiert, die von Bielasche an Stelle der jetzigen Kirche und die von Rüxlebensche. Letztere lag unten am Bache, wo das Müllersche Haus jetzt steht. Man sieht dort noch eine alte Mauer als letzten Rest dieser Kapelle. Noch heutigen Tages heißt der Besitzer jenes Hauses Kapellen-Müller.
... 1794 wurde unter dem Pfarrer Klauer ein Erweiterungsbau der Kirche ausgeführt, nur die Seitenwände ließ man stehen, ein hollandisch Dach wurde aufgesetzt um 2 Emporen zu gewinnen, auch der Turm wurde vollendet und eine zweistöckige Sacristei am Ostgiebel angebaut...
Die neue Orgel (1798) lieferte der Orgelbauer Schulze aus Milbitz bei Koenigsee mit 32 Registern.

(Quelle: Heimatblatt "Vom Südharzrand zur Goldenen Aue" April 1994, S. 8)

Einweihung des Bismarckturmes in Auleben
- Rede des Herrn Schlieckmann, Gutsbesitzer aus Auleben, anläßlich der Einweihung des Bismarckturmes von Auleben am 1. September 1905 -
Wenn ich mir erlaube, jetzt einige Worte an Sie zu richten, so geschieht dies in dankbarer Erinnerung an unseren glorreichen Kaiser Wilhelm I. und seine großen Ratgeber, des Altreichskanzlers Fürsten Bismarck und Feldmarschall Grafen Moltke. Es dürfte wohl niemand hier anwesend sein, der nicht mit Vertrauen und Zuversicht in die Zukunft unseres lieben deutschen Vaterlandes blickt, und daß wir dies heut können, verdanken wir den vorgenannten "Drei großen Männern des vorigen Jahrhunderts".
Meine Absicht ist es nicht, Ihnen eine politische Rede zu halten, ich möchte Sie nur auf die Begebenheit und Gegenwart hinweisen. Es war der 27. Juni 1866, als man in Auleben Kanonendonner hörte. Niemand wußte woher dieser kam, bis bekannt wurde, daß die Schlacht bei Langensalza geschlagen sei. Ich bin den 2. Tag darauf mit meinem Geschirr nach Langensalza gefahren, und habe dort das Schlachtfeld gesehen, wo das 20. Landwehrregiment, größtenteils aus Berliner Familienvätern bestehend, nur notdürftig ausgerüstet, gegen die Hannoveraner in mörderischer Schlacht gestanden hatte.
Ich habe gesehen, wie bei Merxleben ein Massengrab gegraben war, in welchem gefallene Hannoveraner, die Blüte der Hannoverschen Jugend, begraben wurden. Man sah eingezogene Mannschaften aus Urbach, Leimbach und anderen Hannoverschen Ortschaften der Goldenen Aue auf der Flucht von Langensalza durch die Auleber Flur in ihre Heimat zurückkehren.
Dies waren Eindrücke, die unvergeßlich bleiben werden und wer sie selbst erlebt hat, dem größten Baumeister der Welt auf den Knien dankt, daß diese Zeiten vorüber sind und nicht wiederkehren werden. Von unserem Altreichskanzler Fürsten Bismarck ist das Deutsche Reich mit Blut und Eisen zusammen geschmiedet, der Kitt wird ewig halten.
Der Turm, der hier gebaut ist und heute seine Weihe erhält, ist zu Ehren unseres Bismarck errichtet und soll "Bismarckturm von Auleben" heißen mit dem Wahlspruch: "Wir Deutschen fürchten Gott, sonst nichts auf dieser Welt"! Zur Erinnerung hat unser unvergeßlicher Kaiser Wilhelm I. bereits 1904 in der Mitte dieses Berges einen Platz gefunden unter dem Namen "Kaiser Wilhelmsblick"; erlebe ich es, so wird auch dem Generalfeldmarschall Moltke im Jahre 1906 ein Denkstein gesetzt werden. Ich übergebe die beiden bestehenden Punkte dem Publikum zur Benutzung, und gebe mich der Hoffnung hin, daß jeder, der diesen Turm besteigt und in unser herrliches Tal blickt, sich der früheren Zeiten erinnert, wo man noch von hier aus in Feindesland sehen konnte. Der Turm bilde symbolisch eine Schutzwehr für den äußeren Feind, aber auch gegen den inneren, den Sozialismus, der gefährlicher ist als der andere, seien wir Deutschen im wahren Sinne des Wortes und lassen wir die Elemente nicht aufkommen, die das mühsam Errungene frivol wieder zerstören wollen. Seien wir einig, denn nur Einigkeit macht stark. Das walte Gott.
Auleben, O. Schlieckmann

(Quelle: Heimatblatt "Vom Südharzrand zur Goldenen Aue" März 1994, S. 8)

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Andere Internet Quellen

Europadorf Auleben

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Letzte Änderung: 06-Mai-99 (UG)
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