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Orte des AK-Kyffhäuserkreis
AMF-Arbeitskreis Kyffhäuserkreis
Mönchpfiffel-Nikolausrieth
Übersicht:
Politische Zugehörigkeit
- Staat:
- Land:
- Kreis:
- Verwaltungsgemeinschaft:
- Stand 1998: VWG Mittelzentrum Artern seit 1994
- Anschrift der zuständigen Verwaltungsgemeinschaft (1998):
Verwaltungsgemeinschaft Mittelzentrum Artern
Vors. d. VWG Christel Reinboth
Am Westbahnhof
06556 Artern
Telefon: 03466-362-0
Fax: 03466-362-120
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Kirchliche Zugehörigkeit
- Evangelische Kirche:
- Kirchenprovinz:
- Kirchenkreis:
- Anschrift des zuständigen Pfarrers:
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Kirchenbücher
- Evangelische Kirche
- Taufregister
von ... bis ..., z. Zt. verwahrt durch ... in ...
Kopien/Mikrofilm vorhanden bei ...
- Heiratsregister
von ... bis ..., z. Zt. verwahrt durch ... in ...
Kopien/Mikrofilm vorhanden bei ...
- Sterberegister
von ... bis ..., z. Zt. verwahrt durch ... in ...
Kopien/Mikrofilm vorhanden bei ...
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Literatur
- Über den Ort
- Über Einwohner des Ortes
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Kurzbeschreibung des Ortes
Im Juni 1956 wurden die bis dahin selbständigen Dörfer Mönchpfiffel und Nikolausrieth
zu einer Gemeinde zusammengelegt. Sie unterscheiden sich aber sehr in der Dorfform und
haben auch eine völlig verschiedene historische Vergangenheit.
Bis 1918 gehörte Mönchpfiffel zu Sachsen-Weimar, Nikolausrieth zu Preußen, beide bis
1952 zu Thüringen bzw. Sachsen-Anhalt.
Mönchpfiffel ist der ältere Ort. Er wurde 786 erstmals im Hersfelder Zehntverzeichnis
unter dem altertümlichen Namen Bablide - dann Pfefelde, Pfüffel erwähnt. Den Namen
Mönchpfiffel erhielt er, als 1231 das am Südharz gelegene Kloster Walkenried hier
Besitzungen erwarb und einen Klosterhof unter der Leitung eines Hofmeisters anlegte. Das
auch sonst bedeutende Zisterzienserkloster hat zur Kolonisation dieser Gegend entscheiden
beigetragen. Ein eigentliches Kloster dagegen hat, wie vielfach irrtümlich angenommen
wird, hier nie bestanden. Die Anlage des Klosterhofes ist heute im Ortslagengrundriß noch
deutlich erkennbar.
Ganz anders die Entwicklung von Nikolausrieth. Das Gebiet der Goldenen Aue war eine große
Sumpflandschaft. In der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts begann man im Auftrage Friedrich
Barbarossas mit den Trockenlegungsarbeiten im unteren Helmeried. Walkenrieder Mönche
begannen mit der Trockenlegung der Sümpfe. In diese Zeit (1186) fiel die Gründung von
Nikolausrieth, genannt nach dem Bischof Nicolaus con Patara. Erwähnt ist Nikolausrieth
erst in einer Walkenrieder Urkunde 40 Jahre später, und zwar 1226 als Novale St. Nicolai.
Das Dorf wurde um 1170/80 von den aus Holland eingewanderten Flamen planmäßig angelegt.
Sie waren vom Reich in das Land gerufen worden, um die Sumpflandschaft an der oberen und
unteren Helme zu kultivieren.
Marschhufenartig, die Felder in einem Streifen hinter dem Gehöft, legten sie das Dorf an.
Rechtsgewohnheiten, aus der Heimat mitgebracht, hielten sich lange Zeit bis zum
Feudalisierungsprozeß.
(Quelle: "Verwaltungsgemeinschaft Mittelzentrum Artern"
Herausgeber und Redaktion: VG "Mittelzentrum Artern")
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Letzte Änderung: 27-Dec-98 (UG)
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