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Thüringen
AMF-Arbeitskreis Kyffhäuserkreis


Übersicht


Geographie

(von Andreas Schmölling, Artern)

Der Kyffhäuserkreis gehört zu Thüringen. Er grenzt im Osten und Nordosten an das Bundesland Sachsen-Anhalt, im Norden an den Landkreis Nordhausen, im Westen an den Eichsfeld- und den Unstrut-Hainich-Kreis sowie im Süden an den Landkreis Sömmerda.

In ost-westlicher Richtung langgestreckt, weist der Kyffhäuserkreis verschiedene landschaftliche Gegebenheiten auf. Während ein Großteil des Altkreises Sondershausen im Gebiet des Thüringer Beckens liegt, befindet sich das Territorium des ehemaligen Kreises Artern mehrheitlich bereits im Harzvorland. Das namensgebende Kyffhäusergebirge (höchste Erhebung Kulpenberg - 477 m) dominiert im Norden des Kreisgebietes. Wie eine Barriere durchziehen die Hainleite, Schmücke und Schrecke als weitere Höhenzüge den Kyffhäuserkreis vom Nordwesten nach Südosten. Bei Sachsenburg hat sich die Unstrut einen Durchbruch - die Thüringer Pforte - im Muschelkalk geschaffen. Nördlich der Kreistadt Sondershausen dominieren die Windleite und im Nordwesten des Kyffhäuserkreises der Dün als markante Erhebungen aus dem Gelände. Die großen Salzauslaugungsebenen im Ostteil werden zur Goldenen und Diamantenen Aue sowie zur Frankenhäuser Talung gezählt. Südlich der Hainleite bestimmt das Thüringer Becken mit seinen weiten Flächen die Landschaft. Die höchste Erhebung des Kyffhäuserkreises befindet sich im Westen bei Keula (535 m). Vier Flüsse durchqueren das Kreisgebiet - die Unstrut ist davon der bedeutsamste Wasserlauf, weiterhin Helme, Wipper und Helbe.

Die größte Ost-West-Ausdehnung beträgt 62 km, die geringste Nord-Süd-Ausdehnung 12 km. Seine Gesamtfläche umfaßt 1047 km. Die Bevölkerungszahl lag 1994 bei 100 492, also durchschnittlich 92 Einwohner/km.

Dieses Gebiet zwischen Südharz und Thüringer Becken ist seit dem 19. Jh. von der Eisenbahn erschlossen. Im Osten des Kreises ziehen sich die Bahnlinien Erfurt-Magdeburg, Artern-Naumburg, Artern-Sondershausen und im Westen die Strecken Sondershausen-Nordhausen und Sondershausen-Straußfurt entlang. Der Straßenverkehr konzentriert sich auf die Bundesstraßen B 4, B 80, B 85, B 86 sowie B 249. Von einer Autobahn wird das Gebiet des Kyffhäuserkreises bisher nicht berührt; entsprechende Vorhaben werden jedoch in Kürze begonnen.

Geologisch wird der Kreis von Ablagerungen des Erdaltertums und Erdmittelalters geprägt, weiterhin durch zahlreiche Sedimente der Erdneuzeit. Besonders interessant sind die beiden im Kreis auftretenden Solequellen bei Artern und Bad Frankenhausen. In zahlreichen Aufschlüssen, u.a. der Hainleite und des Kyffhäusers, findet der geologisch Interessierte wichtige Hinweise auf die Erdgeschichte des jetzigen Kyffhäuserkreises.

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Geschichtlicher Abriss

Das Areal des Kyffhäuserkreises ist uraltes Siedlungsland. Von der älteren Steinzeit bis in die frühe Jetztzeit sind zahlreiche ur- und frühgeschichtliche Funde und Denkmale bekannt, die in den Museen der Region bzw. in den zuständigen Landesmuseum Halle/S. und Weimar aufbewahrt werden.

Die jüngere Historie bescherte der Ost- bzw. Westhälfte des heutigen Kyffhäuserkreises gänzlich unterschiedliche Entwicklungen und politische Zugehörigkeiten, deren Auswirkungen noch heute spürbar sind.

Der ehemalige Kreis Artern stand bis 1815 unter kur- bzw. königlich-sächsischer Herrschaft, ehe es nach dem Wiener Kongreß unter die Regierung des Königreiches Preußen kam. Doch bereits am Ostrand des Kyffhäusers begann das ehemals schwarburgisch-rudolstädter Gebiet. Daher resultiert die verständliche Neigung der Bewohner dieses Landstriches zur Residenz Sondershausen. Viele der weiter östlich lebenden Bewohner des Kreises ziehen allerdings nach wie vor die alte Verbindung nach dem ehemals preußischen Sangerhausen vor (Sangerhausen war seit 1816 Kreisstadt für viele Gemeinden des ehemaligen Kreises Artern). Nicht selten ist die verschiedene geschichtliche Entwicklung Reibungspunkt in der Darstellung der Menschen unseres Kreises. Der 1952 ins Leben gerufene Kreis Artern ist ein Kunstgebilde gewesen, im Gegensatz zu dem seit langer Zeit schwarzburgisch gewesenen Gebieten im Kreis Sondershausen. Aus Teilen der Kreise Sangerhausen, Querfurt, Sondershausen und des aufgelösten Kreises Kölleda wurde der Kreis Artern im damaligen Bezirk Halle/S. konstruiert. Artern, das kaum jemals die Ehre hatte, größere Verwaltungszentren zu beherbergen, konnte über vier Jahrzehnte als Kreisstadt fungieren. Trotz aller Mühen, eine Einheitlichkeit in diesem Kreis zu bringen, war der Kreis Artern eigentlich ein Stückwerk geblieben, obwohl seine Homogenität in vielen Gebieten ausgewogener war als z.B. im damaligen Kreis Sondershausen.

Der Kyffhäuserkreis, wie er sich uns heute darstellt, besteht einschließlich der Kreisstadt Sondershausen aus 9 Stadtgemeinden und 66 Landgemeinden. Dabei ist zu beachten, daß einzelne Orte durch Eingemeindung in größere, durch Zusammenschluß mit anderen Gemeinden und durch die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften ihre Selbständigkeit verloren haben und sicher auch noch verlieren werden.

Politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentren sind im heutigen Kyffhäuserkreis vor allem die beiden früheren Kreisstädte Sondershausen und Artern und Bad Frankenhausen.

Aus der sehr unterschiedlichen geschichtlichen Vergangenheit resultieren eine Anzahl von Problemen und Fragen, die in der Zukunft zu lösen bzw. zu beantworten sind.

Die Genealogen haben es auf Grund dieser Verhältnisse nicht leicht, unter diesen z.Z. noch etwas unüberschaubaren Verhältnissen ihren Forschungen nachzugehen. Aber wir werden uns bemühen.


Karte des Landkreises

Karte vom Kyffhuser-Kreis - smal Karte vom Kyffhäuser-Kreis (46 KB GIF-file)


Andere Internet Quellen

Kyffhäuser-Region
Tour rund um das Kyffhäuserdenkmal (motor-presse-online)
Ferienwohnung in Artern

Der Kyffhäuser-Kreis im Internet
(www.thueringen.de/regional/z-kyffh.htm)
Das Wappen des Kyffhuserkreises u. a. (www.thueringen.de/LZT/wappen/Kyffhaeuserkreis.htm)

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Letzte Änderung: 08-Nov-00 (UG)
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