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Sangerhausen

wapp-sgh.jpg (8435 Byte)

Übersicht:

Geographische Angaben

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Allgemeine Angaben

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Politische Zugehörigkeit

  1. Staat:
  2. Land:
  3. Kreis:
  4. Verwaltungsgemeinschaft:
  5. Anschrift der zuständigen Gemeindeverwaltung/Verwaltungsgemeinschaft :

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Kirchliche Zugehörigkeit

  1. Evangelische Kirche:
    1. Kirchenprovinz:
    2. Kirchenkreis:
    3. Anschrift des zuständigen Pfarrers:
  2. Katholische Kirche:
    1. Anschrift der Kirchengemeinde :

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Kirchenbücher

  1. Evangelische Kirche
    1. Taufregister
    2. Heiratsregister
    3. Sterberegister
  2. Katholische Kirche

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Literatur

  1. Über den Ort
  2. Über Einwohner des Ortes

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Kurzbeschreibung des Ortes

Rosenstadt Sangerhausen

Wappen: Blaues heraldisches Schild mit zwei gekreuzten Wolfsangeln und aufgelegtem "S"

Voigtstedt und Sangerhausen sind fast gleichaltrig. Während Sangerhausen auf Grund seiner günstigeren Lage zu Handelswegen und Bodenschätzen (Bergbau/Kupferschiefer) einen schnelleren wirtschaftlichen Aufschwung nehmen konnte, kam Voigtstedt (Vockstedt) über den dörflichen Charakter nicht hinaus, obwohl es geschichtlich gesehen bis zum Mittelalter eine größere Bedeutung als Artern hatte.
Etwa im 6. Jahrhundert unserer Zeit war die Sangerhäuser Gegend sehr waldreich. Erste Siedler hielten damals das Gebiet für eine Siedlung sehr günstig und fingen an, den dichten Wald zu roden, ihn also zu sengen = sangen, woraus sich der Name Sangerhausen ableitet. Die Endung "hausen" weist auf fränkische Siedler hin.
Ludwig der Springer (Ludwig II.) ließ in der Zeit von 1116 – 1123 die romanische St.-Ulrich-Kirche bauen als Dank für seine gelungene Flucht (Sprung in die Saale von der Burg Giebichenstein/Halle).


Nachstehend wollen wir uns mit der Entwicklung Sangerhausens an Hand einiger Jahreszahlen vertraut machen (Stand Juni 1998).

Zeittafel Sangerhausen
Jahr
780 - 802 Erste urkundliche Erwähnung im CODEX EBERHARDI (Güterzusammenstellung des Klosters Fulda)
830 - 850 Erste Erwähnung des Namens "Sangerhus" im Hersfelder Zehntverzeichnis
04.10.991 In einer Urkunde des Kaisers Otto III. wird das Dorf Sangerhausen (villa Sangerhus) genannt
1040 heiratet Cäcilie von Sangerhausen Ludwig den Bärtigen. Sangerhausen kommt in den Besitz der Ludowinger
1116 - 1123 Bau der St.-Ulrich-Kirche durch Ludwig II.
1131 Der Besitz der Ludowinger wird zur Landgrafschaft (Thüringen) erhoben
1194 wird Sangerhausen als "oppidum" (=befestigte Stadt) bezeichnet und vermutlich gleichzeitig zur Stadt ernannt
1249 kommt Sangerhausen an den Wettiner Marktgrafen "Heinrich den Erlauchten" von Meißen, der die Stadt durch Stadtmauern und Stadttore zur Grenzbefestigung ausbaut
13. Jhd. Sangerhausen wird planmäßig erweitert; wird aber von der Pest stark heimgesucht
1290 - 1850 keine größeren Ausdehnungen; die Stadt lebt vom Ackerbau, Handel und Handwerk Frankenhausen (Bauernkrieg) teilgenommen hatten, werden öffentlich auf dem neuen Marktplatz hingerichtet, 30 werden in den Turm geworfen
1618 - 1648 Die Einwohnerzahl sinkt im Dreißigjährigen Krieg von 3500 auf 3000, von den 700 Häusern werden rund 200 zerstört
1816 Sangerhausen wird preußisch und Kreisstadt bis zum heutigen Tage
ab 1840 werden die Stadtmauern und -tore abgetragen zugunsten der weiteren Entwicklung: neue Häuser, Straßenzüge und Fabriken entstehen
-1875 die erste mechanische Weberei
- Maschinenfabrik mit Eisengießerei 1865
- 1872 die Malzfabrik
1866 Eisenbahnanschluss in Richtung Halle-Nordhausen
1881 Erweiterung des Eisenbahnanschlusses nach Erfurt und Magdeburg, womit auch zur gleichen Zeit Voigtstedt angeschlossen wurde
1900 Sangerhausen zählt 12 000 Einwohner
1903 öffnet das Rosarium seine Pforten (Verein Deutscher Rosenfreunde). Heute hat das Rosarium über 6500 Rosensorten und besitzt damit die größte Rosensammlung der Welt
1. Weltkrieg 360 Todesopfer, bis 1920 herrschte Not und Elend, dann ging es langsam wirtschaftlich bergauf.
2. Weltkrieg Sangerhausen bleibt weitestgehend von Zerstörungen verschont, lediglich im Februar 1945 wurden einige Häuser in Bahnhofsnähe zerstört, am 7. April explodierten nach Fliegerbeschuss 2 Munitionszüge, wodurch das Bahnhofsgebäude völlig zerstört wurde.
ab 1945 ging alles seinen "sozialistischen Gang": Verstaatlichung der Betriebe, Gründung der LPG´s
1951 Beginn der Kupfererz-Förderung im einstmals stillgelegten Thomas-Müntzer-Schacht
1956 war die Einwohnerzahl bereits auf 21 000 gestiegen
1989 Sangerhausen - inzwischen mit dem Beinamen "Berg- und Rosenstadt" - hat jetzt rund 34 000 Einwohner Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen führten auch in Sangerhausen zur Wende, der friedlichen Revolution. Was für die Leipziger die Montagsdemonstrationen waren, waren für Sangerhausen dienstags die Versammlungen in und vor der Jacobikirche mit anschließender Demonstration durch die Altstadt
ab 1990 Mit der Wiedervereinigung begann auch in Sangerhausen die zwangsläufige Umstrukturierung. 1990 musste aus Rentabilitätsgründen der Bergbau eingestellt werden und weitere Betriebe mussten aufgeben: steigende Arbeitslosigkeit, deren Auswirkungen längst nicht überwunden sind und werden. Die Sangerhäuser versuchen sich neu zu orientieren. Mittelständische Betriebe haben ihre Arbeit aufgenommen. Zaghaft beginnt sich eine touristische Infrastruktur zu entwickeln. Ob nun im Europa-Rosarium, in der historischen Altstadt oder in anderen sehenswerten Gebieten des Landkreises, über spezielle Angebote wird versucht, den Gästen sowohl die Schönheiten als auch die Eigenheiten der Region näher zu bringen.

Sonstige Internet-Quellen

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Letzte Änderung: 18.06.06 (UG)
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