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Lippe (-Detmold)

Lippische Chronologie



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783
Erstmalige Erwähnung der Siedlung Theotmelli, das spätere Detmold.
1031
Erstmalige Erwähnung der späteren Stadt Horn.
1036
Erstmalige Erwähnung der späteren Stadt Oerlinghausen.
1036-51
Erstmalige Erwähnung von Uflon (das spätere Salzuflen) sowie einer Salzstelle.
1149
Erstmalige Erwähnung von Lemgo als Siedlung.
1168/85
Gründung der Stadt Lippe, heute Lippstadt.
1190
Durch Heirat erhält Lippe die Herrschaft Rheda.
1190-1193
Gründung der Stadt Lemgo durch Edelherrn Bernhard II.  zur Lippe.
1192
Gründung von Falkenberg
1195
Die Stadt Lippe/Lippstadt erhält Stadtrechte.
1226
Salzuflen gehört den Grafen von Sternberg, einer Seitenlinie der Grafen von Schwalenberg.
1231
Der Paderborner Bischof bestimmt Lemgo als Archidiakonatssitz.
1240
Die Linie der Grafen von Sternberg teilt sich von der Linie der Grafen von Schwalenberg ab.
1245
Bernhard III. bestätigt Lemgos Stadtrechte.
1246
Graf Volkwin zu Schwalenberg gründet das Zisterzienserkloster Falkenhagen.
1283
Erstmalige urkundliche Erwähnung der Stadt Blomberg.
1283
Die Lemgoer Neustadt wird angelegt.
1295
Die Stadt Lemgo wird erstmals als Mitglied der Hanse erwähnt.
13. Jh.
Gründung der Stadt Detmold durch Bernhard III. Edelherrn zur Lippe.
1306
Erstmalige Erwähnung der Burg Brake bei Lippe (Lippstadt).
1306
Simon I. stiftet das Kloster St. Marien in Lemgo.  Der Augustinerinnenorden kam von Lahde bei Minden. Das
dortige Augustiner-Nonnenkloster wurde am 01.01.1265 gegründet. Auf Wunsch des Edelherrn Simon I. zur Lippe gaben die Bischöfe Gottfried von Minden und Otto von Paderborn in den Jahren 1305 und 1306 ihre Einwilligung zur Verlegung des Klosters an die Marienkirche in Lemgo. 1715 wird es Stift mit einer Äbtissin aus dem Hause zur Lippe.
1310
Die Stadt Lippe/Lippstadt brennt nieder.
1322
Simon I. zur Lippe erwirbt einen Teil von Schwalenberg.
1323
Das Amt Schwalenberg ist als Samtamt im Besitz Lippes und des Fürstbistums Paderborn (Hochstift) zusammen mit den Ämtern Oldenburg und Stoppelberg.
1345
Die Burg Horn wird neu aufgebaut.
1348
Pestepedemie in Lippe.
1358
Nachdem die Linie der Grafen von Schwalenberg ausgestorben ist, erhält Lippe 3/4 von Schwalenberg, den Rest erhält das Hochstift Paderborn. Schwalenberg ist im gemeinsamen Besitz von Lippe und Paderborn.
1361
Detmold erhält städtische Privilegien.
1365
Die Herrschaft Rheda fällt an Tecklenburg zurück.
1366 (oder 1350)
Erstmalige Erwähnung der Burg Detmold.
1366
Die Stadt Lippe/Lippstadt wird an die Herzöge von Kleve verpfändet, Grund für die spätere gemeinsame Herrschaft von Lippe und Kleve-Mark.
1368
Simon III. verfügt, daß nur ein Regent das Land regieren soll, und zwar in der Person des Erstgeborenen.
1370
Die Grafen von Sternberg (Heinrich zu Sternberg) verkaufen die Grafschaft Sternberg an die Grafen von Schaumburg, die diese 1400/05 an Lippe verpfänden.
1376
Barntrup erhält Stadtrechte durch Graf Heinrich zu Sternberg.
14./15.Jh.
Grafschaften Schwalenberg und Sternberg kommen zu Lippe.
1404-1409
Eversteiner Fehde (Erbfolgekrieg) zwischen den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg und Lippe.
1405
Die Grafen von Schaumburg verpfänden die Grafschaft Sternberg an Lippe.
1406
Während der Eversteiner Fehde wird das Kloster Falkenhagen durch braunschweigische Soldaten vollständig zerstört.
1430
Das Schloß Sternberg brennt nieder.
1432
Das Kloster Falkenhagen wird dem Kreuzbrüderorden übergeben.
1444-1449
Soester Fehde zwischen dem Erzbischof Köln (Erzstift) unter Anführung von Wilhelm von Sachsen auf der einen Seite und den Herzögen von Kleve auf der anderen Seite. Die Stadt Soest strebte nach Unabhängigkeit vom Erzbischof Köln und band sich vertraglich an Kleve. Köln verlor Soest an (Kleve-) Mark.
1445
Die Stadt Lippe/Lippstadt wird zur Hälfte an den Herzog von Kleve verkauft. Gemeinsame Herrschaft von Lippe und Kleve.
1447
Während der Soester Fehde läßt der Erzbischof von Köln Burg und Stadt Detmold durch böhmische Söldner zerstören; die Stadt Lemgo wird niedergebrannt und ausgeraubt. Gleichfalls Ritteruflen, Dorfuflen und Salzuflen, die die die spätere Stadt Uflen bildeten. Ort und Schloß Brake werden niedergebrannt. Am 14.06.1447 wird  Stadt und Schloß Blomberg niedergebrannt.
1447
Der Erzbischof von Köln und böhmische Söldner belagern die Stadt Lippe/Lippstadt vergeblich.
1448
Brand in Barntrup.
1448
Bernhard VII. bestätigt Blombergs Stadtrechte.
1454
Bernhard VII. erbaut das Detmold Schloß neu, nachdem Detmold 1447 von böhmischen Söldnern niedergebrannt wurde.
1460
Bernhard VII. baut das Schloß Blomberg wieder auf und stiftet den Ordensgeistlichen von Möllenbeck in Blomberg nach der Fürsprache seines Bruders, des Bischofs von Paderborn, ein neues Kloster, das nach der Reformation aufgehoben wurde.
1488
Bernhard VII. verleiht Salzuflen Stadtrechte.
1511
Die Burg Detmold ist Residenz der lippischen Landesherren.
1517
In Deutschland beginnt die Reformation durch Martin Luthers Anschlag der 95 Thesen "über die Kraft des Ablasses" an die Schloßkirche in Wittenberg am 31.10.1517.
1524
Lemgo erhält ein Gymnasium.
1526
Erster Reichstag in Speyer. Die Entscheidung über die Konfession ihrer Untertanen wird Sache der Landesherren.
1527
In der Stadt Lemgo beginnt die Reformation.
1528
Die Edelherren zur Lippe werden in den Reichsgrafenstand erhoben. Lippe wird Grafschaft. Regent ist Simon V.
1531
Salzuflen wird lutherisch.
1535
Bildung der Ämter Barntrup, Blomberg, Brake, Detmold, Horn, Sternberg und Varenholz ist abgeschlossen.
1535
Brand in Barntrup.
1538
Lippe insgesamt wird lutherisch.
1541
In Genf gründet Johannes Calvin die Reformierte Kirche, später Calvinistische Kirche genannt.
1544
Großbrand in der Stadt Detmold; die Hälfte der Stadt brennt nieder.
1545-1547
Erster Teil des Tridentinischen Konzils. Festigung der katholischen Glaubenslehre gegen den Protestantismus. Beginn der katholischen Gegenreformation.
1551-1552
Zweiter Teil des Tridentinischen Konzils.
1554-1613
Simon VI. übernimmt die Regentschaft. Die Bibliothek Simons VI. ist die Grundlage der heutigen Landesbibliothek. Er gründete die erste öffentliche Lateinschule.
1562-1563
Dritter Teil des Tridentinischen Konzils. Verabschiedung des Tridentinischen Glaubensbekenntnisses.
1564
In der Stadt Lemgo beginnt die Zeit der Hexenverfolgungen.
1584
Die Burg Brake bei Lemgo wird Residenzschloss der Grafschaft Lippe.
1584-1588
Bau des Schlosses Barntrup
1586
Streit zwischen Fürstbischof Diederich zu Paderborn und Graf Simon VI. über das Kloster Falkenhagen. Die Hälfte des Klosters wird an Paderborn abgetreten.
1590
Simon VI. baut das Schloß Brake wieder auf.
1593
Verkündung der neuen Hofgerichtsordnung durch Simon VI.
1595
Simon VI. erbaut das Schloß Varenholz.
1600-1617
Streit zwischen dem Landesherrn und der Stadt Lemgo um die Beibehaltung des lutherischen Bekenntnisses, genannt die "Lemgoer Revolte".
1602/1605
Lippe wird kalvinistisch (reformiert).
1604
Fürstbischof Theodor von Paderborn verschenkt die Hälfte des Klosters Falkenhagen, die im Besitz Paderborns ist, an die Jesuiten.
1613-1709
Burg und Amt Blomberg werden Paragialbesitz (Abfindung mit Grundbesitz) der abgespaltenen Linie Lippe-Brake, desgleichen das Amt Brake.
1613
Aufgrund des Testamentes des Grafen Simon VI. fällt das Amt Alverdissen als Paragialamt (Abfindung mit Grundbesitz) an die Linie Lippe-Alverdissen, später an Schaumburg-Lippe.
1613
Das Amt Lipperode fällt an die Linie Lippe-Alverdissen, später an die Linie Schaumburg-Lippe.
1613
Die Stadt Detmold ist Sitz der lippischen Regierung.
1613-1709/48
Das Amt Barntrup wird Paragialamt (Abfindung mit Grundbesitz) .
1614-21
Die Linie zur Lippe teilt sich in die Nebenlinien
Lippe-Detmold
entstanden durch Erbteilung. Die Linie beerbt 1709 die Linie Lippe-Brake. 1905 wird Lippe-Detmold von der Linie Lippe-Biesterfeld beerbt.
Lippe-Brake
entstanden durch Erbteilung. 1709 wird Lippe-Brake von der Linie Lippe-Detmold beerbt.
Lippe-Alverdissen
entstanden durch Erbteilung mit Hoheit über die Herrschaft Sternberg mit dem Amt Lipperode. Später erhält die Linie Lippe-Alverdissen einen Teil der Grafschaft Schaumburg und residiert in Bückeburg und nennt sich Schaumburg-Lippe. Die Linie Lippe-Alverdissen erbt Blomberg und Schieder von der Linie Lippe-Brake.
Lippe-Biesterfeld
1627 spaltet sich die Linie Lippe-Biesterfeld von der Linie Lippe-Detmold ab. Lippe-Biesterfeld hat keine  Gebietshoheit, hält aber Schwalenberg und Weißenfeld. Lippe-Biesterfeld beerbt 1905 die Linie Lippe-Detmold.
1617
Einigung zwischen der Grafschaft Lippe und der Stadt Lemgo darüber, daß die Stadt Lemgo lutherisch bleibt.
Diese Einigung kam zustande aufgrund der Vermittlung von Dietrich von Fürstenberg (1585-1618), Bischof von Paderborn, der auf Ersuchen der lippischen Landstände 5 Gesandte nach Lemgo schickte. Der Friedensvertrag zwischen dem Landesherrn und der Stadt Lemgo wurde am 21.08.1617 geschlossen und endete mit einem Sieg der Stadt Lemgo.
1618-1648
Dreißigjähriger Krieg verursacht durch konfessionelle und politische Gegensätze.
1621
Das Amt Schieder wird Paragialamt (Abfindung mit Grundbesitz) der Linie Lippe-Brake.
1624
Pestepedemie in Lippe.
1627
Die erste Lippische Chronik von Johannes Piderit wird gedruckt.
1635
Großbrand in Salzuflen; 1/4 der Stadt brennt nieder.
1636
Brand in Barntrup. Auch die Kirche brennt nieder.
1636-1637
Pestepedemie in Lippe.
1640-1789
Streit mit dem Hochstift Paderborn über die Rechte am Amt Sternberg, nachdem die Linie Schaumburg 1640 ausgestorben ist.
1640
Pfarrkirche in Niederwüsten gestiftet.
1648
Ende des Dreißigjährigen Krieges mit dem Westfälischen Frieden zu Münster mit Frankreich und zu Osnabrück mit Schweden.
1651
Geburtsjahr Engelbert Kämpfers.
1658
Verordnung wegen der Einlieger, Hoppenplöcker und Kleinkötter.
1659
In der Senne wird das Dorf Haustenbeck durch Berlebecker Siedler gegründet.
1675
Münstersche Invasion in Lippe unter der Führung von Berend von Galen, Bischof zu Münster. In Lemgo wird die gesamte Neustadt zerstört. Die Stadt Lippe/Lippstadt brennt nieder.
1676
Der Meinberger Gesundbrunnen wird erstmals erwähnt, Grundlage für das Entstehen des Heilbades.
1698
Graf Friedrich Adolf zur Lippe wird zum Direktor des Westfälischen Grafenkollegiums gewählt.
um 1700
Die lippischen Grafen erbauen in Schieder ein Sommerschloß.
1709
Die Linie Lippe-Brake stirbt aus. Die Grafen Schaumburg-Lippe erhalten die Ämter Blomberg und Schieder als Paragialbesitz (Abfindung mit Grundbesitz).
1715
Das Kloster St. Marien in Lemgo wird Stift mit einer Äbtissin aus dem Hause zur Lippe.
1720
Die Grafen von Lippe-Detmold (Simon Heinrich Adolf zu Lippe-Detmold) werden am 27.10.1720 in den Reichsfürstenstand erhoben. Lippe wird Fürstentum, die Bezeichnung Fürstentum Lippe-Detmold wird jedoch erst ab 1789 offiziell gebraucht.
1720
Die im lippischen Besitz befindliche Hälfte des Klosters Falkenhagen wird an die Jesuiten verkauft.
1730
Das Amt Schötmar wird durch Ausgliederung der Vogtei Schötmar aus dem Amt Detmold gebildet.
1733-1771
Das Amt Sternberg wird an Hannover verpfändet.
1734
Verordnung über die Holland- und Frieslandgänger (Wanderarbeiter).
1736/62
Die Linie Lippe-Weißenfeld spaltet sich von der Linie Lippe-Biesterfeld ab.
1746
Das Amt Oerlinghausen wird durch Ausgliederung der Vogtei Oerlinghausen aus dem Amt Detmold gebildet.
1748
Blomberg erhält Magistratsverfassung.
1748
Das Amt Blomberg wird Paragialamt (Abfindung mit Grundbesitz) der Linie Schaumburg-Lippe.
1748
Das Amt Brake kommt endgültig zur Linie Lippe-Detmold.
1748
Das Amt Lipperode kommt an die Linie Lippe-Detmold zurück.
1756-1763
Siebenjähriger Krieg
1761
Belagerung der Stadt Horn durch die Franzosen am 14.08.1761 und Belagerung der Stadt Lippe/Lippstadt.
1762
In Salzuflen brennen die Kirche, das Pfarrhaus, das Schulhaus und 6 weitere Gebäude nieder.
1763
Ende des Siebenjährigen Krieges mit dem Frieden von Hubertusburg zwischen Österreich, Sachsen und Preußen.
1763
Die Linie Lippe-Detmold kauft die Herrschaften Lippe-Biesterfeld und Lippe-Biesterfeld-Weißenfeld.
1765
Erster Gottesdienst in der neu erbauten Kirche in Salzuflen.
1766
Salzuflen verkauft das Salzwerk an den lippischen Landesherrn.
1767
Meinberg wird Kurort. Graf Simon August gründet das Staatsbad Meinberg.
1773
Graf Simon August nimmt förmlich vom Kloster Falkenhagen Besitz. Ein Rechtsstreit mit dem Hochstift Paderborn entsteht.
1775
Graf Simon August ruft die Unterstützungskasse für bedürftige Untertanen ins Leben.
1776
Erste lippische Volkszählung. Lippe hat 49.416 Einwohner.
1777
Nach dem Tode von Graf Friedrich Wilhelm Ernst zu Schaumburg-Lippe am 10.09.1777 entsteht ein Streit über die Erbfolge des Amtes Blomberg.
1780
In der Senne wird das Dorf Augustdorf gegründet. Der Name erinnert an Simon August zur Lippe.
1781
Das Amt Sternberg kommt von Hannover zu Lippe-Detmold zurück.
1786
Die Leihekasse wird ins Leben gerufen. Untertanen, die die nötigen Sicherheiten beibringen, können 20 bis 500 Reichstaler zu 5 % Zinsen leihen.
1788
Ende des Streits mit dem Hochstift Paderborn über die Rechte am Amt Sternberg, nachdem 1640 die Linie Schaumburg ausgestorben war.
1788
Lippe hat 61.762 Einwohner.
1789-1802
Regierungszeit Fürst Leopolds I. zur Lippe
1789
Offizielle Bezeichnung Fürstentum Lippe (-Detmold).
1789
Lippe-Detmold erwirbt das Amt Schieder förmlich zurück. Der Streit über die Erbfolge des Amtes Blomberg ist entschieden.
1799
Feuersbrunst in Hagen (Lage).
1802-1820
Pauline Fürstin zu Lippe-Detmold übernimmt die Regentschaft für ihren minderjährigen Sohn.
1806
Das Amt Lage wird durch Ausgliederung der Vogteien Lage und Heiden aus dem Amt Detmold gebildet.
1806
Lippe wird Mitglied des Rheinbundes, der 1806 unter dem Protektorat von Napoleon gegründet worden war. Die süddeutschen und westdeutschen Fürsten werden Mitglieder des Bundes, jedoch nicht Preußen, Österreich, Braunschweig und Kurhessen. Sachsen wird erst später Mitglied.
1807
Aufhebung der Leibeigenschaft in Preußen.
1808
Das Amt Schwalenberg ist im alleinigen Besitz von Lippe.
1808
Gesetz über die Aufhebung der Leibeigenschaft in Lippe vom 27.12.1808 mit Wirkung vom 01.01.1809.
1808/10
Lippe nimmt am spanischen Feldzug Napoleons teil.
1812
Lippe-Detmold erwirbt das Amt Alverdissen zurück.
1812
Die bisherigen Ämter Sternberg und Barntrup bilden das Amt Sternberg-Barntrup.
1812
Lippe nimmt am russischen Feldzug Napoleons teil. 4/5 der lippischen Soldaten finden den Tod.
1813-1815
Freiheitskriege. Napoleon unterliegt Preußen, Österreich und Rußland 1813 in der Schlacht bei Leipzig.
1815
Das Fürstentum Lippe-Detmold wird Mitglied des Deutschen Bundes, gegründet durch den Wiener Kongreß unter der Führung von Österreich. Mitglieder sind 39 einzelne souveräne Staaten, unter ihnen 4 freie Städte.
1818-1838
Streit mit Schaumburg-Lippe über das Amt Blomberg.
1830
Lippe hat 93.800 Einwohner.
1834
Unter Preußens Führung wird der Deutsche Zollverein gegründet. Fast alle deutschen Staaten werden nach und nach Mitglied, jedoch nicht Österreich.
1835
Gründung des Lippischen Landesmuseums, eines der ersten im westfälischen Raum.
1835
Lippe hat 98.428 Einwohner.
1836
Lippe erhält die erste landständische Verfassung.
1838
Schaumburg-Lippes Ansprüche auf Burg und Amt Blomberg werden durch Entscheid abgelehnt. Lippe-Detmold erwirbt das Amt Blomberg zurück.
1841
Grundsteinlegung für das Hermannsdenkmal auf dem Grotenberg, das an die Schlacht im Teutoburger Wald 9 n. Chr. erinnern soll.
1841
Lippe erhält eine Landgemeinde- und Amtsgemeindeordnung.
1843
Lage erhält Stadtrechte.
1843
Lippe erhält eine Städteordnung.
1845
Die Thurn- und Taxische Post übernimmt die Postverteilung in Lippe.
1846
In der Stadt Lemgo wird eine katholische Kirchengemeinde gegründet.
1846
Landesverordnung, die Auswanderung nach Amerika betreffend, vom 24.03.1846
1848
Revolution.
1848
Großbrand in Brakelsiek. 35 Häuser brennen nieder.
1850
Geburtsjahr Karl Junkers.
1850
Ablösung der Frondienste, Zehnten, Korn- und Viehabgaben.
1851
Das Amt Hohenhausen wird durch Ausgliederung der Vogtei Hohenhausen aus dem Amt Varenholz gebildet.
1854
Die Katholiken in ganz Lippe bekommen das Recht, eigene Kirchengemeinden zu gründen und Kirchen zu bauen.
1855
Mehr als 7.300 lippische Wanderarbeiter halten sich als Ziegler außerhalb Lippes auf.
1858
Feuersbrunst in Barntrup.
1864
Feuersbrunst in Horn am 07.05.1864, 54 Häuser brennen nieder.
1866
Das Fürstentum Lippe-Detmold wird Mitglied des Norddeutschen Bundes unter der Führung Preußens.
1866
Lippe ergreift im Krieg zwischen Oesterreich und Preußen die Partei Preußens. Das Schützenbataillon Lippes kämpft in der Schlacht in der Nähe von Kissingen am 10.07.1866.
1867
Lippe gibt die eigene Wehrhoheit auf. An die Stelle des Lippischen Füselier-Bataillons tritt das Preußische Infanterie-Regiment Nr. 55
1867
Preußen übernimmt die Post in Lippe.
1869
In verschiedenen lippischen Städten wird der Telegraphenbetrieb aufgenommen.
1870/71
Deutsch-Französischer Krieg. Das 55er Regiment kämpft in der Schlacht bei Colmbey am 14.08.1870.
1871
Vereinigung des Süddeutschen Bundes und des Norddeutschen Bundes. Gründung des Deutschen Reiches als Bundesstaat mit dem König von Preußen als erblichen Kaiser, dem Bundesrat als Vertretung der Fürsten und der Freien Städte und dem Reichstag.
1875
Einweihung des Hermannsdenkmals.
1876
Feuersbrunst in Barntrup.
1879
Die Ämter werden aufgelöst. Trennung von Justiz und Verwaltung. Die Aufgaben werden den           Verwaltungsämtern und den Amtsgerichten übertragen.
1881
Geburtsjahr Heinrich Drakes, späterer Landespräsident Lippes.
1895
Die Linie Lippe-Detmold stirbt aus.
1895-1905
Zehnjähriger Erbfolgestreit.
1895-1897
Adolf Prinz zu Schaumburg-Lippe ist Regent.
1896
Lippe hat 47 Postorte.
1897
Mehr als 14.500 lippische Wanderarbeiter halten sich als Ziegler außerhalb Lippes auf.
1897
Ernst Graf zu Lippe-Biesterfeld ist Regent.
1898
Feuersbrunst in Lemgo am 14.09.1898; 15 Wohnhäuser brennen nieder.
1900
Die Stadt Lemgo hat 8.840 Einwohner.
1904
Feuersbrunst in Schlangen. Innerhalb 30 Minuten brennen 86 Gebäude nieder.
1905
Leopold IV. von Lippe-Biesterfeld (zur Lippe) übernimmt endgültig die Regentschaft in Lippe (-Detmold). Der Erbfolgestreit ist beendet.
1905
Auf 100 Schüler in Lippe kommt 1 Lehrer.
1906
In Salzuflen wird die Leopoldquelle erbohrt.
1909
1.900-Jahr-Feier der Schlacht im Teutoburger Wald.
1914
Die Lippische Regierung ändert die Bezeichnung Salzuflen in Bad Salzuflen.
1914-1918
Erster Weltkrieg.
1918
Abdankung des letzten regierenden Fürsten von Lippe-Detmold Fürst Leopold IV. am 12.11.1918.
1919
Erste Wahl nach dem Verhältniswahlrecht. Bis jetzt galt das Dreiklassenwahlrecht.
1919
Freistaat Lippe (-Detmold). Hauptstadt ist Detmold.
1922
Die letzte Postkutsche fährt von Hohenhausen nach Lemgo. Neue Kraftpostlinien erschließen das Land.
1926
Oerlinghausen erhält Stadtrecht.
1929
Auf 41 Schüler in Lippe kommt 1 Lehrer.
1930
Lippe hat 178.800 Einwohner.
1932
Die Kreise Lemgo und Detmold werden gebildet.
1933
Meinberg wird lippisches Staatsbad.
1936
Das Dorf Haustenbeck in der Senne wird aufgelöst, die Bewohner umgesiedelt. Das Dorf wird in den Truppenübungsplatz Senne einbezogen.
1939-1945
Zweiter Weltkrieg.
1947
Aufgrund  Verordnung Nr. 77 der Britischen Militärregierung vom 21.01.1947 wird Lippe Teil des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Das lippische Wappen - die lippische Rose - ist fortan Bestandteil des nordrhein-westfälischen Wappens, neben dem Rhein und dem westfälischen Roß.
1947/48
Verlegung der Bezirksregierung von Minden nach Detmold und Vereinigung mit der Lippischen Landesregierung zur Regierung Detmold (Regierungspräsident Detmold).
1948
Gesetz über die Vereinigung des Landes Lippe mit dem Land Nordrhein-Westfalen vom 05.11.1948. Gesetz über den Landesverband Lippe vom 05.11.1948.
1949
Bildung des Landesverbandes Lippe als Körperschaft des öffentlichen Rechtes mit der Aufgabe,  das Vermögen des früheren Freistaates Lippe-Detmold zu verwalten.
1952
Satzung des Landesverbandes Lippe vom 04.01.1952.
1969/73
Gebietsreform in Lippe. 158 Gemeinden und Städte werden zusammengefaßt zu 16 Großgemeinden bzw. Städten.
1973
Die beiden Landkreise im Bereich Lippe - Lemgo und Detmold - werden zum Kreis Lippe vereinigt.
1975
Lippe hat rd. 300.000 Einwohner (1994: 356.000, 1996: 370.000)

Siehe auch "Lippe in seiner 800-jährigen Geschichte" auf der Web-Seite des Kreises Lippe.

Verwendete Literatur:
Bachler, Lippe Anno dazumal, Bd. 1., Lemgo 1984
Die Bestaende des Nordrhein-Westfaelischen Staatsarchives Detmold und des Personenstandsarchivs Westfalen-Lippe, Detmold 1994
Köbler, Gerhard: Historisches Lexikon der deutschen Länder, München 1989
Gemmeke, Anton: Geschichte der katholischen Pfarreien in Lippe, Paderborn 1905
NRW-Lexikon

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Letzte Aenderung: 23_08_1999 (ab) - Alle Rechte vorbehalten -


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