Die Familiengeschichtliche Bibliothek (FHL) der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Latter Days Saints oder Mormonen) besitzt neben Kopien der genannten Filme auch Filme aus anderen donauschwäbischen Siedlungsgebieten. Um die Filmnummer des zu erforschenden Ortes festzustellen, schaue man im Katalog der Familiengeschichtlichen Bibliothek mittels Computer oder auf Mikrofiche nach.
Es muß bemerkt werden, daß die Ortsfamilienbücher wohl den leichteste Zugang zu den kirchlichen Quellen darstellen.
Im "Locality Search" sucht man z. B. zunächst unter "Hungary", dann unter Banat und schließlich in der alphabetischen Liste den Ortsnamen. Wenn man den Ortsnamen sicher kennt, kann man auch gleich direkt im Locality Search nachschauen. Die Ortsnamen, sowie einige Inhaltsangaben der Filme sind ungarisch, allerdings häufig mit Querverweisen oder Erklärungen auf Deutsch oder Englisch. In einem Index finden sich die Jahresangaben. So beginnen z. B. die Mikrofilme von Johannisfeld 1806, dem Gründungsjahr des Ortes, und enden 1852. Die Matrikel kleinerer Orte befinden sich auf nur einer Filmrolle, die größerer Orte auf zwei und mehr Rollen. Gegen eine geringe Gebühr erhält man sie etwa zwei bis drei Wochen nach Bestellung, um sie in einer der vielen Familiengeschichtlichen Zentren (größere Städte Deutschlands und Europas haben solche s) durchzuarbeiten. Für Neulinge in der Familienforschung gibt es hier freiwillige Helfer, die den Umgang mit den Filmen und einfachen genealogischen Formblättern gerne erklären.
Leider läßt die Qualität und damit die Lesbarkeit der Filme manchmal zu wünschen übrig und immer - natürlich immer - sind sie handgeschrieben. Die Handschrift und deren Deutlichkeit hängt stark vom Bildungsgrad des eintragenden Pfarrers ab. Neben der Tatsache, daß sie eine wunderbare Datenquelle bilden, macht es Spaß, durch die kirchlichen Aufzeichnungen über das Leben in der Gemeinde zu erfahren. Schwierig ist manchmal das Verständnis für die Namen und deren häufig unterschiedliche Schreibweise.
Die Eintragungen wurden durchweg in deutscher Kurrentschrift vorgenommen. Die Zeit der Magyarisierung wirkte sich auch auf die Matrikel aus; man schrieb z. B. statt Johann: Janos, und die Familiennamen wurden, wie in Ungarn üblich, an erster Stelle genannt.
Einige Taufmatrikel verzeichnen die Mütter mit ihrem Mädchennamen, was sehr wertvoll ist, und manchmal enttäuschenderweise nur mit dem Vornamen und dem Zusatz "uxor=Ehefrau". Große Aufmerksamkeit sollte auf die Taufpaten und Trauzeugen gerichtet werden: nicht nur daß sie Verwandte sein könnten, sie geben auch Hinweise auf die Schreibweise von Namen, wenn andere Einträge nicht lesbar sind. In einigen Matrikeln finden sich Adressen, allerdings nicht als Straßennamen, Postleitzahlen o. ä., sondern lediglich als Hausnummern (z. B. Haus Nr. 73).
In der Regel gelingt es durch Befragung von Verwandten, die Zeit zwischen 1900 und heute zu erforschen. Am schwierigsten zugänglich sind Quellen für die Jahre 1850-1900. Die genannten Kirchenbücher decken dann die Zeit von der Besiedelung bzw. Gründung eines Ortes bis etwa 1850 ab.
Über weitere Informationen zum Stand der Mikroverfilmungen siehe FEEFHS web site.
See also this guide to foreign language terms used in the parish records.
Zwischen 1825-1920 wurden in allen Orten des Erzbistums Kalocsa sogenannte Zweitschriften der Taufen, Heiraten und Sterbefälle angefertigt. Diese befinden sich nun im erzbischöflichen Archiv in Kalocsa. Im Vertrag von Trianon 1920 kamen zahlreiche donauschwäbische Orte Alt-Ungarns zu Jugoslawien. Da im kommunistischen Jugoslawien bzw. im heutigen der Zugang zu den Kirchenbüchern der Batschka, des Banats und Syrmiens praktisch unmöglich war bzw. ist, kann man auf jene in Kalocsa zurückgreifen. Siehe unter: bischöfliche Archive.
Die Kirchenbücher für die Zeit nach 1920 werden im Erzbistum Subotica aufbewahrt.
Es gibt viele deutsche Ortschaften in einigen Komitaten. Die Mikrofilme können in der FHL unter Hungary - Taxation, Urberi Tabellak gefunden werden. Nachfolgend als Beispiel ein paar FHL-Filmnummern: 1529753, 1529754, 1529755.
Frau Martha R. Connor hat für einige Komitate zur leichteren Handhabung gebundene maschinen-schriftliche Abschriften gemacht. Darin finden sich die Namen in der gleichen Reihenfolge wie in der Steuererhebung, jeweils mit einem Verweis auf die FHL-Mikrofilm-Nummer. Die Namen werden nach Orten verzeichnet. Bestellungen werden unter folgender Adresse entgegengenommen: 7754 Pacemont Court, Las Vegas, Nevada 89117, USA
Folgende Komitate sind bisher erfaßt:
Note that some places such as Glogon and Pantschowa (in the area between the Danube and Karas Rivers less than 50 km north of Belgrade) in frontier regions did not participate in the 1828 civil census because they were under military government until the year 1872. See this FEEFHS map to see which settlements south of the orange line were part of this region.
Folgende Orte werden in den Schlafkreuzerrechnungen erwähnt: Albrechtsflor, Arad, Beschenowa, Billed, Blumenthal, Bogarosch, Bruckenau, Charleville, Detta, Engelsbrunn, Fatschet, Freidorf, Gertianosch, Galadna, Gottlob, Grabatz, Groß-Betschkerek, Groß-Jetscha, Groß-St.-Nikolaus, Guttenbrunn, Hatzfeld, Heufeld, Jahrmarkt, Königshof, Karansebesch, Klein-Betschkerek, Klein-Jetscha, Kudritz, Lenauheim, Lippa, Lowrin, Lugosch, Marienfeld, Mastort, Mercydorf, Neu-Arad, Neudorf, Ostern, Rekasch, Sackelhausen, Schöndorf, Segenthau, Seultour, St. Andreas, St. Hubert, Triebswetter, Tschakowa, Ulmbach, Werschetz
Einige Siedler wanderten in folgende Orte: Apatin, Adelbach, Daruwar, Denta, Fabrique (Temeschburger Distrikt), Köveresch, Kreuzstätten, Liebling, Morawitz, Nitzkydorf, Orcydorf, Reschitz, Ritttberg, Temeschburg
Alternativ könnte auch das 1982 in Park Ridge, Illinois, von Herrn Hans J. Prohaska-Schoendorf herausgegebene Buch: Die Banater Schlafkreuzerrechnungen herangezogen werden.