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Woran sie wirklich starben
von Hans BanklVerlag
Wilhelm Maudrich, 3. Auflage 1992, ISBN 3-85175-573-1 (265/) HC

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Rez: Heiko Thimm
Was gibt es nicht alles für umfangreiche und wohl recherchierte Biographien berühmter
Persönlichkeiten, die alle erdenklichen Begebenheiten bekannter Persönlichkeiten
minutiös dem interessierten Leser präsentieren. Hans Bankl betrachtet in seinem Buch die
"Lebensläufe" eher wie eine Krankengeschichte und versucht die Todesumstände
und Gründe zu analysieren. Hans Bankl, Universitätsprofessor für Pathologische Anatomie
und Gerichtssachverständiger, hat für dieses Thema die notwendigen Fachkenntnisse und
entführt uns in eine Lebensdarstellung, die einmalig ist. Wer nun ein stures Medizinbuch
erwartet, liegt weit daneben. Die Lebensläufe und Todesursachen lesen sich spannend wie
ein Krimi und obwohl man sich als Nicht-Mediziner fragt, warum man denn das nun eigentlich
liest, kann man es doch nicht aus der Hand legen.
In diesem Band werden die Lebensläufe und Todesursachen folgender Persönlichkeiten
besprochen : Friedrich von Schiller, Ludwig van Beethoven, Kaiserin Elisabeth von
Österreich, Ignaz Phillip Semmelweis, Lenin, Kronprinz Rudolf von Habsburg-Lothringen,
Baronesse Mary von Vetersa, Adolf Hitler, Sigmund Freud, J. F. Kennedy und Jesus von
Nazareth. Eine wahrlich illustre Zusammenstellung, so daß wohl für jeden
Geschichtsinteressierten etwas dabei sein wird.
Zu jeder Persönlichkeit wird ein kurzer Lebenslauf und eine ausführliche
Krankengeschichte angegeben. Die Krankengeschichte ist aber beileibe keine trockene Kost.
So wird Ludwig van Beethovens letzter Arzt zitiert : "Nie gewohnt an ärztlichen Rat
ernstlich zu denken, fing er an geistige Getränke zu lieben ..." Beethoven war also,
wenn es um Wein und Bier geht, kein Kostverächter.
Das Buch ist eine interessante und abwechslungsreiche Darstellung historischer
Persönlichkeiten und viel spannender zu lesen, als es in dieser kurzen Darstellung
aufgezeigt werden kann. Die teilweise lebenslange Kranken- und Leidensgeschichte läßt
erahnen, welche Kraft diese Menschen hatten, um Ihrem Schicksal zu trotzen und ihren Weg
weiterzugehen.
Gelegentlich erschweren medizinische Fachbegriffe den Lesefluß, wobei der Autor aber
den medizinischen Terminus weitgehend vermieden oder allgemeinverständlich erklärt hat.
Die vielen sw. Bilder und eine ausführliche Bibliographie im Anhang vervollkommnen den
sehr guten Eindruck. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch.
Erstveröffentlichung beim EDFC: http://www.edfc.de
http://www.computergenealogie.de
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Verein für Computergenealogie
Team Ahnenforschung.net
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