von Wolfgang Ribbe und Eckart Henning
Verlag
Degener & Co., 11. Auflage 1995, ISBN 3-768610-527
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Rez: Rudolf Becker
Wer kann sich nicht mehr an seinen Einstieg in die Familienforschung erinnern? Ich glaube, jeder kennt noch seine Anfangsschwierigkeiten, die Hürden, die er überwinden mußte und immer wieder die Fragen: "Wo bekomme ich was her?" oder "wo finde ich welche Adresse?".
Tagelanges Briefeschreiben, Anrufe über Anrufe etc. Die Telefon-und Portokosten stiegen stetig an. Und was kam heraus? Die Ergebnisse waren mager, entsprachen zumindest nicht den Erwartungen, die man an sie gestellt hatte.
Viel Arbeit und unnötige Anrufe wären uns erspart geblieben, hätten wir von Anfang an einen ständigen Begleiter bei uns gehabt, nämlich das "Taschenbuch für Familiengeschichtsforschung". Der Begriff Taschenbuch paßt jedoch nicht zu diesem großartigen Buch. Mit einem festen Einband versehen und 650 Seiten Umfang bietet dieses Werk sowohl für den Einsteiger in die Forschung, als auch für den erfahrenen Forscher ständig wieder neue "Aha-Erlebnisse".
Das Buch ist in acht Teile gegliedert.
Im ersten Teil finden sich Hinweise auf Art und Weise der Aufbereitung seiner Forschungen, wobei ein großer Abschnitt der Genealogie mit dem Werkzeug Computer gewidmet ist.
Der zweite Teil enthält wichtige Hinweise zur wissenschaftlichen Auswertung
Im dritten Teil finden sich wichtigeAngaben zu Quellenverzeichnissen wie: Kirchenbücher, Ortsfamilienbücher, Universitäts-Matrikel, Adreßbücher, Leichenpredigten, sowie Hinweise und Vorstellung verschiedener Glaubensgruppen wie Hugenotten, Mennoniten, Brüdergemeine. Ein großer Abschnitt ist auch der jüdischen Genealogie gewidmet.
Eine "Kleine Bücherkunde" schließ diesen Abschnitt ab.
Teil vier beschäftigt sich mit Urkundenlehre, Schriftkunde, Zeitrechnung, Wappenkunde, Siegelkunde und Namenskunde.
Das fünfte Kapitel beschäftigt sich mit den Themen: Verwandtschaftsbezeichnungen,, Abkürzungen, Begriffe aus der Amtssprache,, Begriffe aus der Zeitrechnung, ältere Vornamensformen, Deutsche-und lateinische Berufsbezeichnungen, Krankheitsbezeichnungen, und Titulaturen.
Der sechste und siebente Teil beinhaltet die sehr wichtige Rubrik mit Anschriften der Archive im deutschsprachigen Raum, Anschriften von Vereinen und sonstigen wichtigen Einrichtungen rund um die Genealogie.
Der achte Teil rundet das Buch mit einem chronologischen Abriß der "Geschichte der Genealogie in Deutschland" ab.
Hinter jeder einzelnen Abhandlung finden sich umfangreiche Hinweise zu weiterführender Literatur.
In meiner über 25jährigen Forschertätigkeit ist mir dieses Buch ein ständiger Begleiter gewesen und wird es auch weiterhin bleiben.
Zusammenfassung: Ein Grundlagenwerk für jeden Forscher, sei er nun Einsteiger oder Fortgeschrittener. Dieses Buch darf in keinem Bücherregal fehlen.
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