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Data Zone - Die Hackerjagd
im Internet
(Takedown. The Pursuit and Capture of Kevin Mitnick, Americas Most
Wanted Computer Outlaw - By the Man Who Did It, 1996)
von Tsutomu
Shimonura mit John Markoff
Verlag dtv, 1996, ISBN 3423200863
(353/3400) PB
Ü: Hartmut Schickert

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Rez: Heiko Thimm
Seit Millionen weltweit im Internet "surfen",
wird dieses Netz auch zunehmend von Kriminellen heimgesucht. Der ursprüngliche
Gedanke des Internets - Informationen frei zugänglich zu machen - tritt
immer mehr in den Hintergrund. Ständiges Thema ist, wie man sich vor kriminellen
Eindringlingen schützen kann, die Daten von vernetzten Computern stehlen
oder manipulieren.
Tsutomu Shimonura ist ein Computerfachmann,
der sich auf den Bereich Computersicherheit spezialisiert hat. Ausgerechnet
in seine Computer dringt der Hacker Kevin Mitnick ein und kopiert massenhaft
Software und private E-Mails. Tsutomu beschreibt in seinem Buch, wie er
mit Hilfe einiger Kollegen, Kevin Mitnicks Aktivitäten im Internet analysiert
und wie er schließlich mit Hilfe des FBI Mitnick dingfest machen kann.
Besonders wohltuend ist hierbei, daß Tsutomu uns einen typisch amerikanischen
Show-Down erspart.
Die [FBI] Agenten hatten etwas von
Veteranen an sich, die einen großen Sieg errungen haben - befriedigt,
aber viel zu müde, um sich freuen zu können
Trotz seines "Sieges" zieht Tsutomu
für sich und alle anderen Internet Benutzer eine traurige Bilanz:
Das weltweite Computernetz Internet
hat seinen Ursprung in dem einzigartigen Experiment, eine Gemeinschaft
von Menschen zusammenzubringen, die dieselben Ansichten über den Stellenwert
von Technologien und die Rolle von Computern bei der Gestaltung der
Zukunft verbanden. Jene Gemeinschaft war größtenteils auf gegenseitiges
Vertrauen gegründet. Heute werden überall im Net elektronische Festungen
errichtet, und sie sind der deutlichste Beweis für den Verlust jenes
Vertrauens und Zusammengehörigkeitsgefühls. Es ist ein Verlust für
uns alle.
Ein lesenswertes Buch über die Jagd im
"Netz der Netze". Gelegentlich für Neueinsteiger in diese Thematik
schwierig nachvollziehbar, wobei Tsutomu sichtlich bemüht war, die Problematik
und die Abläufe allgemeinverständlich darzustellen. Die Einblendungen
über seine persönliche Ausbildungs- und Studienzeit, aber auch die geschilderten
Schwierigkeiten in seinem Privatleben, lockern den teilweise schwierigen
Stoff auf. Ein Buch, das man nur ungern aus der Hand legt; lehrreich ohne
schulmeisterlich zu sein, spannend mit Verzicht auf reißerische Action
und an vielen Stellen besinnlich ohne übermäßig zu philosophieren. Eine
Verfolgungsjagd auf dem Datenhighway, mit trojanischen Pferden und versteckten
Hintertüren - besonders empfehlenswert.
Rezension veröffentlicht
beim EDFC
http://www.edfc.de
http://www.computergenealogie.de
© 1999-2003
Verein für Computergenealogie
Team Ahnenforschung.net
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