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Internet Kill (Watch
me, 1995)
von A.
J. Holt
Verlag Bastei-Lübbe, 1997, ISBN 340425340x (366/1090) TB

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Ü:Joachim Honnef
Rez: Heiko Thimm
Das Internet ist in aller Munde und da
macht es scheinbar nichts, wenn der Titel so geändert wird, daß die Kassen
vermeintlich besser klingeln. Tatsache ist, daß der Roman durchaus etwas
mit dem Internet zu tun hat, aber wer hier eine heiße Verfolgung auf dem
"Datenhighway" erwartet, wird enttäuscht. Daher ist der Titelblattaufdruck
"Überlegen Sie dreimal, bevor Sie ans Netz gehen" völlig falsch
und dokumentiert das Durchsetzen des Kommerz vor dem tatsächlichen Inhalt.
Wenn man schon markige Sprüchlein verbreitet, sollte man wenigsten im
Groben wissen, wovon das Buch handelt. Oder war man der Meinung, daß dieser
Roman ohne Sprüchklopfen ein echter Ladenhüter wird? Dem ist hoffentlich
nicht so, denn A. J. Holt hat einen spannenden Thriller um Serienmörder
gesponnen, der einem teilweise den Atem raubt.
Laut Barney Silkwood, dem stellvertretenden
Staatsanwalt und Ankläger, hatte ihr Mandant Dennis Lloyd Shaw elf
Stewardessen erst gequält, dann ... vergewaltigt, sie enthauptet und
...
Geschnappt wurde dieser Killer mit Hilfe
eines Spezialprogramms, daß die FBI Agentin und Computerspezialistin Jay
Fletscher entwickelt hat. Außerdem hat sie verschiedene Datenbanken durchforstet
- hier kommt das Internet ins Spiel - um die möglichen Täter einzukreisen.
Leider war sie in einigen Recherchen etwas zu vorschnell und ist z.B.
in den Computer einer Airline eingebrochen - was sehr einfach war - bevor
Sie die Erlaubnis hatte. Die wurde dann beantragt, als klar war, daß es
sich lohnt. Leider wurde dieser illegale Zugriff festgestellt und nach
amerikanischem Recht hat man zwar den Täter, aber die Beweise wurden illegal
beschafft - und damit hat es sich. Jay bekommt für ihre Meisterleistung
eine Denkpause; sie wird praktisch in die Wüste geschickt. Einmal blutgeleckt
versucht Jay aber auch hier mit dem Computernetz verschiedene Fälle zu
lösen und hat erneut Erfolg. Sie entlarvt einen brutalen Serienkiller
- natürlich wieder mit Hilfe illegaler Recherchen - und stellt ihn in
seiner Wohnung. Dies ist der Moment, wo wir uns praktisch von der FBI
Agentin Jay Fletscher verabschieden können und begrüßen die einsame Wölfin,
die über das Netz Serienmörder jagt und richtet.
Ein insgesamt flüssig und spannend geschriebener
Reißer über Psychopathen und ihren Henker. Der Schluß läßt mögliche Fortsetzungen
offen, was nicht unbedingt das Schlechteste wäre. Aber Vorsicht: die aktuelle
Idee ist ausgereizt, aber weitere Spielplätze der Kriminalität gibt es
sicherlich genug, wo Jay Fletscher sich nach belieben austoben kann. Gesamteindruck
: lesenswert
Rezension veröffentlicht
beim EDFC
http://www.edfc.de
http://www.computergenealogie.de
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Verein für Computergenealogie
Team Ahnenforschung.net
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