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Schatten über Habsburg
von Sigrid-Maria GrößingVerlag
Kremayr & Scheriau, ISBN 3-218-00525-6, LN, 39,80 DM
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Rez: Juliane Berger
In diesem sehr einfühlsam geschriebenen Buch werden Schicksale der Habsburger
beschrieben. Schicksale von Menschen, die sich durch Geburt bestimmten Aufgaben stellen
mußten, ohne immer die Eignung oder Neigung zur Bewältigung dieser Aufgaben
mitzubringen.
"Welches Glück es bedeutet, Mensch sein zu dürfen, kann nur der ermessen, dem es
vergönnt ist, nach dem eigenen Wollen und den eigenen Vorstellungen leben und handeln zu
können. Für die Dynastien Europas aber hat es zu allen Zeiten Regeln, Vorschriften und
Gesetze gegeben, die es den scheinbar Privilegierten fast unmöglich machten, ein
zufriedenes und erfülltes Leben zu führen, das ihren wahren Neigungen und Begabungen
entsprochen hätte.
...
Schatten über Habsburg beschäftigt sich nicht mit historischen
Gesetzmäßigkeiten oder Zusammenhängen, sondern mit dem, was die fernen Gestalten auch
für Heutige noch verständlich und zugänglich macht: mit dem Schicksal, das allen
Menschen gemeinsam ist und sie über Jahrhunderte mit uns verbindet."
Es werden Persönlichkeiten ausführlich in ihrem historischen Kontext beschrieben.
Dennoch bleibt der Schwerpunkt auf der Beschreibung der Fähigkeiten des einzelnen
gerichtet, um aus dieser Sicht die Zusammenhänge zu erarbeiten.
"Rudolf war ein Mensch, mit vielen Gesichtern, zaudernd, wenn es zu handeln galt,
kraftlos, wenn er hätte seinen Mann stehen sollen, unbeständig, wenn man von ihm klare
Entscheidungen forderte."
Inhalt:
Zum Kaiser nicht geboren - Friedrich III.
Der Tod war sein Begleiter Philipp II. Von Spanien
Niemand hat ihn geliebt Don Carlos, Infant von Spanien
Herrscher im Schatten Maximilian II.
Der Unverstandene Rudolf II.
Eine Kaisertochter als Siegespfand Marie Louise
Immer nur der Zweite Maximilian von Mexiko
Erzherzog im Zwielicht Johann Orth
Eine Stammtafel der Habsburger im Einband und 16 Bildseiten ergänzen dieses
lesenswerte Buch. Man darf jedoch nicht leugnen, daß es hier weniger um die Vermittlung
historischer Fakten geht, sondern um eine leichte Lesekost, was ja nicht unbedingt
verkehrt sein muß.
Erstveröffentlichung beim EDFC: http://www.edfc.de
http://www.computergenealogie.de
© 1999-2003
Verein für Computergenealogie
Team Ahnenforschung.net
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