Der Verfasser hat im Verlauf der Forschung nach seinen Vorfahren einige nicht alltägliche Quellen, vor allem für Auskünfte über Kriegsteilnehmer, erschlossen, die er in der Folge kurz beschreibt und seine eigenen Erfahrungen wiedergibt.
1 Militärisches Schriftgut
1.1 Militärarchiv
Für alle Fragen auf dem militärischen Gebiet, z.B. Organisation, Ausbildung, Bekleidung, Ausrüstung, Bewaffnung, Einsatz ist das Bundesarchiv-Militärarchiv, Wiesentalstr. 10, 79115 Freiburg i. Brsg., zuständig.
Im Militärarchiv (MilArchiv) werden Personalakten von Offizieren, die vor 1900 geboren wurden, verwahrt. Diese Akten können aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes von Dritten allerdings erst nach 30 Jahren nach dem Tode oder 110 Jahre nach der Geburt der Betroffenen eingesehen werden.
Frei benutzbar sind die gedruckten Ranglisten, die Stellenbesetzungen, Geschäftsverteilungspläne, Telefonverzeichnisse und dgl. der militärischen Stäbe und Dienststellen, von denen das Militärarchiv Unterlagen besitzt.
Sehr ergiebig für Familienforscher ist das dort verfügbare Quel-lenmaterial in der Regel allerdings nicht, weshalb die Familienforschung trotz hoher Besucherzahlen im Militärarchiv so gut wie keine Rolle spielt.
Historisches Quellenmaterial zur deutschen Militärgeschichte verwahren daneben noch die Hauptstaatsarchive Württemberg, Sachsen und Bayern.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8.00 - 18.00 Uhr. Rechtzeitige Voranmeldung und Zusendung eines ausgefüllten und unterschriebenen Benutzungsantrages ist erforderlich. Weitere Einzelheiten können der Broschüre "Das Bundesarchiv-Militärarchiv - Funktion - Geschichte - Bestände" entnommen werden.
Eigene Erfahrungen
Das Militärarchiv hat mir auf meine Anfrage mitgeteilt, daß sich dort die von mir gesuchten Kriegstagebücher der U-Boote U-166, U-271, U-549, und U-571 befinden und eingesehen werden können.
1.2 Militärgeschichtliches Forschungsamt
Das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA) ist eine
Dienststelle im Geschäftsbereich des Bundesministers der Verteidigung (BMVG). Es wurde
1957 gegründet und gehört somit zu den ältesten Forschungseinrichtungen der Bundeswehr.
Es verstand ursprünglich seine vordringlichste Aufgabe in der Erforschung von Ursachen,
Anlaß, Verlauf, Ergebnissen und Folgen des Zweiten Weltkrieges.
Das MGFA vertritt als geschichtswissenschaftliches Institut die Militärgeschichte mit
folgenden Forschungsschwerpunkten:
- die Rolle der bewaffneten Macht in Staat und Gesellschaft,
- die Führung und den Einsatz von Land-, Luft-, und Seestreitkräften,
- das Wehrrecht und die Wehrverwaltung sowie Wehrtechnik und Wehrwirtschaft.
Neben der historischen Aufarbeitung von militärischen
Operationen finden sowohl geistesgeschichtliche und politische als auch soziale und
ökonomische Zusammenhänge angemessene Berücksichtigung. Es dient neben der kritischen
Forschung vor allen auch der historischen Information und der politischen Bildung der
Streitkräfte.
Der Forschungsbereich des MGFA hat im Laufe der Jahre und aufgrund wachsender Aufgaben
verschiedener Organisationsformen und Forschungsbereiche entwickelt. Er gliedert sich
heute in folgende vier Bereiche:
I. Allgemeine Militärgeschichte 1648 - 1939
II. Geschichte des Zweiten Weltkrieges
III. Geschichte der Bundeswehr
IV. Internationale Militärgeschichte und Konflikte seit 1945
Das MGFA verfügt über keine Akten oder sonstige Archivalien zur deutschen Militärgeschichte, sondern lediglich über eine gut bestückte Präsenzbibliothek. Familienforscher können nur insoweit unterstützt werden, daß sie in der Präsenzbibliothek militärspezifische Literatur einsehen können. Dabei sind besonders die Ranglisten und Regiments-(für den Ersten Weltkrieg) bzw. Divisionsgeschichten (für den Zweiten Weltkrieg) zu nennen, weil hier zumindestens über die Offiziere oft wichtiges biographisches Material gedruckt vorliegt.
Darüber hinaus gibt die Abteilung 'Historische Bildung'
auf Anfrage Hinweise, wie und wo der Wissenschaftler für ihn bedeutsames Material finden
und erschließen kann.
Das MGFA als Dienststelle des BMVG wird 1994 seinen Dienstort von Freiburg nach Potsdam
verlegen. Die derzeitige Anschrift lautet: Grünwälderstr. 10 - 14, 79098 Freiburg im
Breisgau.
Die Veröffentlichungen sind in einem Publikationsverzeichnis des MGFA beschrieben.
Eigene Erfahrungen
Das MGFA hat mir bereits mehrfach weitergeholfen, so verschaffte es mir einen guten Überblick über die Zuordnung von Truppenteilen zu Großverbänden.
2 Bundes- bzw. Landesdienststellen
2.1 Bundesarchiv - Zentralnachweisstelle
Über Angehörige des Heeres, der Luftwaffe und des Reichsarbeitsdienstes einschließlich der Angestellten und Arbeiter sowie der Waffen-SS, erteilt das Bundesarchiv -Zentralnachweisstelle -, Abteigarten 6, 52076 Aachen, Auskünfte.
Die Zentralnachweisstelle des Bundesarchivs erteilt auch Auskünfte über Fragen des früheren Wehr- und militärischen Dienstrechts; ihm obliegt die Gutachtertätigkeit und die Bearbeitung von Grundsatzfragen für Behörden und Gerichte auf den Gebieten des militärischen Personalwesens, der früheren Wehrverfassung, des Wehr- und Dienstrechts sowie der Wehrmachtsverwaltung.
Die Zentralnachweisstelle erstellt Dienstzeitnachweise aufgrund vorliegender Personalunterlagen, wie etwa Wehrstammbücher, Personalakten, Karteimittel, Lohn- und Gebührnislisten u.a.m. Anträge, denen nicht entsprochen werden kann, werden ohne weiteres zur Mitforschung an die WASt übersandt.
Eigene Erfahrungen
Die Zentralnachweisstelle wurde am 17. Januar 1992 während der Jahrestagung der GFW/BSW in Aachen besichtigt. Umfangreiche Unterlagen wurden uns dort zur Verfügung gestellt. Angeschrieben wurde die Zentralnachweisstelle von mir bisher nicht; dieses erfolgt aber demnächst.
2.2 Krankenbuchlager
Das erhalten gebliebene Schriftgut über Teilnehmer des Ersten und Zweiten Weltkrieges wird von mehreren Dienststellen verwaltet. Ein Antrag auf Ausstellung eines Dienstzeugnisse oder einer anderen Bescheinigung ist an verschiedene Stellen zu richten. Aus der Zeit des Ersten Weltkriegs erteilt das Krankenbuchlager Berlin, Wattstr. 11 - 13, 13355 Berlin, aus den von ihm verwalteten Krankenunterlagen des Ersten Weltkrieges zweckdienliche, gebührenpflichtige Auskünfte. Das Krankenbuchlager, wie auch die WASt dienen hauptsächlich der Kriegsopferversorgung und der Sicherung von Versorgungsansprüchen
Eigene Erfahrungen
Siehe 2.3 WASt
2.3 Deutsche Dienststelle (WASt)
WASt = Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der
nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht (WASt,
Eichenborndamm 179, 13403 Berlin).
Die WASt nahm am 26. August 1939 ihre Tätigkeit auf. Neben der Auskunftserteilung über die Kriegsgefangenen in deutschem Gewahrsam an das Internationale Rote Kreuz (IRK) oblag ihr hauptsächlich die Erfassung der Verluste der deutschen Wehrmacht (Verwundungen, Unfälle, Erkrankungen, Vermißtenmeldungen, Sterbefälle), die Bearbeitung dieser Vorgänge einschließlich der personenstandsrechtlichen Regelungen und der amtliche Gräberdienst.
Die der WASt ursprünglich übertragenen Aufgaben haben sich heute durch die umfangreiche Kriegsfolgengesetzgebung wesentlich erweitert. Die Dienststelle wird wegen ihres einmaligen Materials von Privatpersonen, Institutionen, Behörden und Gerichten in praktisch allen Fällen in Anspruch genommen, die mit dem Dienst in der Wehrmacht, der Kriegsgefangenschaft und dem Kriegseinsatz der Truppenverbände zusammenhängen.
Die Grundlage der Tätigkeit bilden die Zentralkartei, die bei der WASt seit 1939 zentral gesammelten Erkennungsmarkenverzeichnisse mit laufenden Veränderungsmeldungen, die Verlustmeldungen der Truppenteile, Sanitätseinheiten, Lazarette und Gräberkommandos sowie die durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf übermittelten Meldungen der ehemaligen Gegnerstaaten.
Alle diese Meldungen waren der WASt aufgrund dienstlicher Vorschriften der Wehrmacht und der Bestimmungen des Genfer Abkommens laufend zu übermitteln. Sie bezogen sich auf Gefallene, Verstorbene, Vermißte, Gefangene, Verwundete, Erkrankte, Lazarettbehandlungen, Kriegsgräber, Nachlaßgegenstände, Testamente und Erkennungsmarken
In den ersten Nachkriegsjahren erhielt die WASt sämtliche Marinepersonalunterlagen sowie das Schriftgut der sonstigen militärischen und militärähnlichen Einheiten, darunter die erhalten gebliebenen Bestände der Waffen-SS, der Polizei, des Reichsarbeitsdienstes usw., so daß sie auch für den Kreis der in diesen Verbänden eingesetzten Personen zuständig wurde. Sie erhielt außerdem alle Originalunterlagen über die deutschen Kriegsgefangenen in westlichen Gewahrsam.
Die Bestände der WASt sind in einem Gesamtverzeichnis zusammengestellt worden. Außerdem gibt diese Dienststelle Arbeitsberichte heraus.
Eigene Erfahrungen
Das Krankenbuchlager und die WASt schreibe ich immer dann an, wenn mir bekannt ist, daß die Person im Kriege gedient hat oder dort gefallen ist. Bereits minimale Angaben wie Namen und Geburtsdatum reichen, um eine Auskunft zu erhalten. Die Auskünfte der WASt sind kostenlos, so daß es sich immer lohnt, diese Dienststelle anzuschreiben. Das berechtigte Interesse ist nachzuweisen.
2.4 Bundes- bzw. Landeszentrale für politische Bildung
Die Bundes- bzw. Landeszentrale für politische Bildung haben geschichtlich sehr interessante Bücher im Programm; die Landeszentralen teilweise Regionalliteratur. Jedoch ist der kostenlose Bezug von nur drei Büchern alle sechs Monate möglich. Die Anschriften aller Landeszentralen für politische Bildung sind in einem Verzeichnis aufgeführt.
Eigene Erfahrungen
Auf dem Flohmarkt in Hannover sah ich ein Buch im Angebot, welches das Gebiet um Duderstadt eingehend in geschichtlicher, geographischer und wirtschaftlicher Hinsicht beschrieb. Es entsprach genau meinem Forschungsgebiet, dem Eichsfeld. Da die Herausgeberin die Landeszentrale für politische Bildung war, hoffte ich, dieses Buch kostenlos zu erhalten. Doch leider waren die Schriftenreihen über die verschiedenen Landstriche des Landes Niedersachsen vergriffen, da nur eine begrenzte Auflage erschienen war. Es sind also auch Regionalgeschichten bei der Landeszentrale erhältlich, aus denen wichtige Hinweise für die Familienchronik entnommen werden können.
3 Verbände
3.1 Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Werner - Hilpert - Str. 2, 34117 Kassel) - 1919 gegründet und seit 1952 von der Bundesregierung mit der alleinigen Sorge für die deutschen Kriegsgräber im Ausland betraut - hat in den erreichbaren Ländern würdige Ruhestätten für mehr als 1,5 Millionen deutsche Kriegstote geschaffen, die er sorgsam pflegt.
Eigene Erfahrungen
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge erfüllt Grabschmuckund Fotowünsche für die Kriegsgräber in aller Welt. Nachdem man aus dem Archiv des Volksbundes erfahren hat, wo und in welcher Grabreihe und Grab-Nummer der Gefallene seine letzte Ruhestätte erhalten hat, kann das Grab je nach Land mit Kränzen und Sträußen geschmückt werden. Auch ist unabhängig davon möglich Grabfotos für einen Festbetrag von 5,- DM von dem Grab des Gefallenen erhalten. Es gibt von dem Volksbund auch einen Atlas, in dem alle Kriegsgräberstätten der Welt aufgeführt sind. Leider ist mir dieser Atlas während eines Vortrages in Sachsen-Anhalt abhanden gekommen. Alle Versuche, ein weiteres Exemplar vom Volksbund zu erhalten, schlugen fehl.
3.2 Deutsches Rote Kreuz (DRK)
Das Schicksal und die Anschriften von Kriegsteilnehmern, Kriegsgefangenen und Heimkehrern werden systematisch beim Deutschen Roten Kreuz - Suchdienst München -, Infantriestr. 7A, 80797 München, karteimäßig erfaßt. Dieser Suchdienst hat alle einschlägigen Unterlagen ausgewertet und alle erreichbaren Kriegsteilnehmer, insbesondere die Heimkehrer aus Kriegsgefangenschaft, befragt; er besitzt eine Kartei mit Anschriften von 263 Soldatenverbänden. Er steht in Verbindung mit der Deutschen Dienststelle (WASt) in Berlin, mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Kassel, mit dem Zentralen Suchdienst des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf und mit den ausländischen Rotkreuz-Gesellschaften, insbesondere auch mit dem Sowjetischen Roten Kreuz.
Eigene Erfahrungen
Im Januar 1992 versuchte ich von DRK die Anschriften der 263 Soldatenverbände zu bekommen. Leider wurde mir dieses abgeschlagen mit der Begründung, daß die Kartei als maßgebliche Unterlagensammlung für die Erfüllung des dem Suchdienst München erteilten Auftrages voll beansprucht werde.
Die ebenfalls angeforderten Aufsätze in den Suchdienstzeitungen
- Nr. 5/1973 "Gutachten über Wehrmachtsverschollene",
- Nr. 12/1973 "Deutsche in dänischen Flüchtlingslagern" und
- Nr. 1/1974 "Dienstzeiten im tschechoslowakischem Heer"
wurden mir auch verweigert. Daraufhin unternahm ich bei dem Landesverband Hannover einen erneuten Versuch, an die gewünschte Information bzw. an die Aufsätze zu gelangen. Von dort wurde ich auf ein jährlich erscheinendes 'Soldatenjahrbuch' hingewiesen, das die gewünschten Angaben über die Soldatenverbände enthalte. Ich habe allerdings noch keine Gelegenheit gehabt, mir dieses zu beschaffen. Die Aufsätze wurden mir übersandt.
3.3 Soldatenverbände
Es gibt beim DRK eine Kartei mit den Anschriften von 263 Soldatenverbänden. Die Vorsitzenden dieser Verbände können Auskunft über Mitglieder geben. Auch wissen diese, ob und wann Regiments (Erster Weltkrieg) bzw. Divisionschroniken (Zweiter Weltkrieg) über die einzelnen Einheiten erschienen sind. Eine genealogisch sehr wichtige Tatsache.
Eigene Erfahrungen
Den Regiments- bzw. Divisionschroniken entnehme ich für meine Familienchronik wichtige Hinweise auf den soldatischen Werdegang des Probanden. 3.4 Kameradschaften 3.4.1 Marine-Kameradschaft "Laboe" Eine Broschüre informiert über das Marine-Ehrenmal "Laboe". Eigene Erfahrungen Das Marine-Ehrenmal sowie das U-Boot 995 wurde von mir am 31. Oktober 1993 besichtigt. Die Besichtigung verlief sehr eindrucksvoll. Interesse erweckte ein in der Ehrenhalle hinter Glas liegende dickes Buch mit vielen Namen. Die Marine-Kameradschaft wurde von mir daraufhin angeschrieben, ob die Namen irgendwo veröffentlicht wurden. Leider teilte mir der Marine-Bund mit, daß keine Forschungsmöglichkeiten angeboten werden können.
3.4.2 U-Boot-Kameradschaft Kiel e.V.
Das Archiv der U-Boot-Kameradschaft Kiel (Herr Erhard Bogen, Postillionweg 2, 24113 Kiel) umfaßt 70 Bücher, alle Gefallenenlisten, ca. 1.000 Überlebendenlisten von Besatzungen und Flottillen und etwa 14.000 Karteikarten von Angehörigen der U-Bootwaffe, die nach 1945 erfaßt wurden.
Eigene Erfahrungen
Während meines Besuches am U-Boot-Ehrenmal Möltenort, einem Ehrenmal für die gefallenen U-Bootfahrer, erhielt ich dort eine Broschüre über das Ehrenmal. In dieser Broschüre war auch die U-Boot-Kameradschaft Kiel e.V. aufgeführt. Diese schrieb ich an, ob nicht Angehörige der von mir gesuchten Familien Dege, Hölter und Boemke dort bekannt seien und erhielt eine ausführliche Antwort. Demnach fuhren Angehörige der Familien Hölter und Boemke auf den U-Booten U-166, U-271, U-549 und U-571. Auf Nachfrage erhielt ich eine so ausführliche Antwort, die mich sehr verblüffte.
3.4.3 Stiftung "Traditionsarchiv Unterseeboote"
Die Stiftung Traditionsarchiv Unterseeboote e.V. (Altenbruch, 27478 Cuxhaven) verfügt über fast lückenlose Angaben über die 1.174 deutschen U-Boote des Zweiten Weltkrieges, und zwar ihre Geschichte von der Kiellegung bis zum Verbleib sowie Angaben über ihre Besatzungsmitglieder. Weiterhin die gesamte über U-Boote erschienene Literatur, und zwar über die U-Boote von 1908 bis heute, auch über U-Boote des Auslandes. Mehr als 51.000 Fotos von Booten, Besatzungen und einzelnen Besatzungsmitgliedern liegen vor. Zu erwähnen wäre vielleicht noch eine umfangreiche Filmsammlung über U-Boote und den Seekrieg; Filmmaterial, welches u.a. damals an Bord gedreht wurde, nicht nur von den PK-Berichtern, sondern auch von den Besatzungsmitgliedern. Das Archiv ist die zentrale Informationsquelle für alle U-Bootfragen. Ganz gleich, woher man an irgendeine Marine-Dienststelle in Deutschland gerichtet werden, ob an das BMVG, an die wehrgeschichtliche Abteilung der Marineschule Mürwik, an die Marine-Offizier-Vereinigung (MOV), an den Deutschen Marine-Bund (DMB) oder sonstwohin, alle U-Boot-Anfragen werden an das Archiv weitergeleitet und bearbeitet.
Eigene Erfahrungen
Nach den Antworten der U-Boot-Kameradschaft Kiel e.V. wurde mir die Existenz des Traditionsarchivs Unterseeboote e.V. bekannt. Auf eine entsprechende Anfrage bzgl. der U-Boote U-166, U-271, U-549 und U-571 erhielt ich eine sehr ausführliche Antwort.

