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Computergenealogie
Magazin für Familienforschung


Ein Gemeinschaftsprojekt von:

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und

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Ahnenforschung.Net

 

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Ahnenliste oder Nachkommenliste in Ortsfamilienbuchform

Als ich 1989 meine Ahnenliste - damals mit einem ATARI unter dem Textprogramm SignumII - zu verwalten begann, wählte ich die aus den Ortsfamilienbüchern allseits bekannte und geläufige äußere Form. Ich sehe darin unter anderem diese Vorteile:

  • hohe Ahnennummern werden vermieden
  • das lästige Verdoppeln und Halbieren von Ahnennummern entfällt
  • den Eltern können alle Kinder, nicht nur die Ahnenkinder, zugeordnet werden.

Hand aufs Herz: wie lauten die Kekulé-Nummern der Eltern von Ahnin 3267? Oh, sie sind unter 6534/5 in der Ahnenliste nicht zu finden? "Habe ich mich nun verrechnet oder fehlen sie wirklich?" ist die bange Frage, die uns Genealogen in diesem Falle stets begleitet.

Ich habe für mich Abhilfe geschaffen und Familien aufgeschrieben. Es waren nun aber Verweise auf die Familiennummern der Eltern der Eltern ("Rückwärtsverweise") und andererseits auf die Familiennummern der Kinder ("Vorwärtsverweise") notwendig. Verloren ging natürlich die Kekulé-Nummer und damit die Möglichkeit, die Generation und die genaue Filiation zum Probanden angeben zu können. Neue Ahnenfamilien fügte ich "hinten" an die bestehenden Familien an. Die notwendigen Vor- und Rückverweise waren allerdings im bereits bekannten Ahnenlistenteil einzuarbeiten.

Für eine Veröffentlichung sehe ich im Fehlen der Kekulé-Nummern keinen Nachteil! Steht doch die Absicht im Vordergrund, andere Genealogen zum Lesen und Suchen nach Ahnengleichheiten zu veranlassen! Meine Nummern sind aber nicht die Nummern des Lesers. Bei den geläufigen, nach Kekulé durchnumerierten Ahnenlisten also zusätzlich noch einmal umrechnen! Wenn man alle Publikationen zu diesem Umrechnungsproblem zusammen nimmt, kann man sicher und bequem ein Buch füllen. Doch Spass beiseite. Biologische Untersuchungen, wie ich sie z.B. mit meinem Programm AHNAUSW.PRG durchführe, können auf die Kekulé-Nummer nicht verzichten. Wenn ich meine Ahnenliste veröffentliche, spielt der biologische Aspekt aber nur eine untergeordnete Rolle. Die leichte Lesbarkeit steht im Vordergrund. So sucht in meiner Darstellung keiner nach den Eltern des Ahns 3267, ganz einfach, weil kein Rückverweis auf deren Eltern eingetragen ist. So verraten sich also Spitzenahnen, ohne dass deren Kekulé-Nummer explizit bekannt ist. In der von mir gewählten Ahnenfamilienform werden alle Kinder aufgeführt. Aber nur dasjenige Kind erhält einen Vorwärtsverweis auf eine eigene Familie, das selbst Ahn des Probanden wurde. Wenn von einer Familie 2 oder mehr Kinder einen Vorwärtsverweis auf eine eigene Familie mit sich führen, erkennt man Ahnenimplex sofort und augenfällig! Von eingefleischten Genealogen, die meine Ahnenliste in Ortsfamilienbuchform zu sehen kriegten, hörte ich immer nur: na ja, funktioniert, aber das macht man doch nicht so...!! Ich ließ mich aber nicht beirren.

Nun, zu meiner Ahnenliste führte ich gleichzeitig ein ausführliches Personenregister nach allen Vor- und Familiennamen sowie ein Ortsverzeichnis. Dies war das Fleisch der ganzen Sache, für das Suchen und Wiederfinden von Information unerlässlich! Hatte ich doch innerhalb der Familien noch keine alphabetische Ordnung nach dem Vaternamen realisiert, denn ich fügte neue Ahnenfamilien einfach fortlaufend an. Aber auch eine alphabetische Anordnung der Familien nach dem Vaternamen wäre für ostfriesische Verhältnisse - patronymische Namengebung! - nur bedingt tauglich gewesen. Ich brauchte die Register für alle Vor-, Zwischen und Familiennamen.

1995 war dann der Tag gekommen, wo es galt, Abschied vom guten alten ATARI zu nehmen. Gleichzeitig waren die Mühen, die Register meiner per Textdatei erfassten Ahnenliste in Ortsfamilienbuchform auf den aktuellen Stand zu halten, unvertretbar hoch geworden. Die Aktualisierung der Textdatei schreckte zunehmend ab.

Der zweite Abschied, diesmal vom Textsystem, war also unumgänglich und markierte gleichzeitig den Einsteig in ein genealogisches Datenbank-Programm. Dass ich GENprofi wählte, war die richtige Entscheidung. Leider galt es jetzt aber - vorerst - auch Abschied nehmen von meiner Ahnenliste in Ortsfamilienbuchform.

Aber bereits 1994 hatte ich Herrn Thimm mit meiner Idee einer Ahnenliste in Ortsfamilienbuchform konfrontiert. Das war gut so. Zwischendurch hatte ich den Trick schon raus: ich kopierte unter GENprofi meine Ahnen samt Familien in einen freien Forschungsbereich (z.B. Z0) und "hetzte" darauf die Sonderausgabenfunktion: OS Ortsfamilienbuch. Fertig war meine neue Ahnenliste in Ortsfamilienbuchform, erstmals per Genealogie-Datenbankprogramm automatisch erstellt.

Doch vorbei ist jetzt auch das Tricksen über den Umweg eines zusätzlichen Forschungsbereiches. Herr Thimm hatte ein Einsehen und erlaubt ab der Version Juli GP'97 im Rahmen der Sonderausgabenfunktion: OS Ortsfamilienbuch die Einschränkung der Ausgabe auf die Ahnenfamilien eines frei wählbaren Probanden. Quasi per Knopfdruck ist jetzt die Ahnenliste in Ortsfamilienbuchform zu haben!

Hoppla, bald hätte ich es vergessen, was mir GENprofi außerdem noch bietet:

alle früher so mühsam erstellten Register (Vornamen, Namen, Orte) kann ich jetzt noch um Register für Titel, Berufe, Krankheiten erweitern. Das ist praktische Forschungshilfe und hält den Rücken frei von mühsamer, manueller Registerarbeit, schafft gleichzeitig Luft für die eigentliche Arbeit: genealogisches Forschen! Wenn Sie nun endlich auch die Kekulé-Nummern für die nächste Veröffentlichung Ihrer Ahnenliste satt haben, lade ich Sie ein, einmal die Sonderausgabenfunktion: OS Ortsfamilienbuch "auszuprobieren". Sie werden es nicht bereuen.

Selbst Oma und Opa, Onkel und Tante, .... die nichts von Kekulé-Nummern wissen und auch nicht wissen wollen, können die Ahnenliste in Ortsfamilienbuchform verstehen und sich daran erfreuen - machen Sie doch mal eine Probe aufs Exempel. Ich meine, Ahnenlisten in Ortsfamilienbuchform sind ein Gewinn für alle. Ich lade Sie ein, mit mir in die Diskussion einzusteigen. Schreiben Sie mir oder antworten Sie Herrn Thimm in Form eines Leserbriefes. Testen Sie die neue, tolle Möglichkeit von GP'97 und geben auch Sie Ihre Ahnenliste einmal (nur noch?) in Ortsfamilienbuchform aus.

Fast hätte ich es vergessen: GENprofi kann noch mehr, nämlich die Nachkommenliste eines frei wählbaren Probanden ausgeben, natürlich in Ortsfamilienbuchform! Viel Freude auch mit dieser Funktion! Lassen Sie sich und Ihre Verwandten überzeugen!




Erstveröffentlichung: GENprofi-Report Ausgabe 2, 12/1997

 


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